Gascoigne bricht zusammen: alkohol-absturz und leben am limit
Der Fußball-Mythos Paul Gascoigne hat in einem bewegenden Fernsehauftritt seine Dämonen offenbart und dabei Tränen vergossen. Der 59-Jährige sprach über seine Alkoholabhängigkeit und seine Autobiografie, die er als mögliche Rettung für andere Suchtkranke sieht. Ein Auftritt, der die Zuschauer und die Öffentlichkeit gleichermaßen erschütterte.
Die autobiografie als hoffnungsschimmer
Gascoigne offenbarte im Gespräch mit Ed Balls und Suzanna Reid bei 'Good Morning Britain', dass seine Autobiografie 'Eight' bereits vielen Menschen geholfen habe. „Ich habe so viele Nachrichten bekommen, in denen steht, dass es Leben gerettet hat… Wenn dieses Buch nur das Leben einer einzigen Person retten kann, habe ich meine Mission erfüllt“, gestand der ehemalige Nationalspieler. Die Worte hallen nach und unterstreichen die Tragweite seiner persönlichen Geschichte.
Es ist kein Buch über Fußball, so Gascoigne, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit seinen Problemen. Er weiß, dass viele Suchtkranke sterben, und die Rückmeldungen der Leser geben ihm die Kraft, weiterzumachen. „Es ist wahrscheinlich der glücklichste Moment, den ich in den letzten fünf Jahren erlebt habe“, erklärte er.
Doch die Reise ist noch lange nicht abgeschlossen. Gascoigne kämpft weiterhin mit den Folgen seiner Sucht und den Herausforderungen des Alltags. „Manchmal ist es schwer“, gestand er, „aber ich versuche, mich auf den Tag zu konzentrieren und zu arbeiten.“

Der kampf gegen den alkohol-entzug
Die Entgiftung war ein Alptraum. Gascoigne beschrieb, wie er nach dem Verzicht auf Alkohol 30 Dosen Red Bull am Tag konsumierte, um die Symptome des Entzugs zu lindern. „Ich war im Fitnessstudio und brauchte ein paar Dosen. Ich war müde, also brauchte ich noch ein paar mehr. Am Ende habe ich 30 Dosen am Tag getrunken.“ Er saß tagelang regungslos auf einem Stein, unfähig, sich zu bewegen. Eine erschütternde Schilderung der körperlichen und psychischen Tortur.
Seine jüngsten gesundheitlichen Probleme sind nicht weniger dramatisch. Gascoigne erlitt sechs gebrochene Rippen und eine Lungenpunktion, nachdem er von einer Leiter stürzte. „Ich sah meinen Vater zwischen den Wolken und hatte große Angst“, erzählte er. 38 Operationen hatte er bereits hinter sich, doch dieses Mal war die Angst besonders groß.
Obwohl Gascoigne in der Vergangenheit für seine Eskapaden bekannt war, zeigt dieser Auftritt eine verletzliche und ehrliche Seite des ehemaligen Fußballstars. Er hat sich seinen inneren Dämonen gestellt und hofft, durch seine Geschichte anderen zu helfen. Es ist ein Zeugnis von Mut und dem unbedingten Willen zum Leben.
