Garrigós kämpft um vierte europäische krone in tiflis!

Fran Garrigós steht vor seiner größten Herausforderung: Bei den Judo-Europameisterschaften in Tiflis will der Spanier seine beeindruckende Karriere mit dem vierten Kontinentaltitel krönen. Doch der Weg zum Erfolg verspricht alles andere als einfach zu werden, denn der WM-Bronzemedaillengewinner von Paris geht als Außenseiter ins Rennen.

Ein steiniger weg zum titel

Ein steiniger weg zum titel

Garrigós, der in den Weltranglisten nicht unter den Top-Favoriten geführt wird, könnte bereits im Viertelfinale auf den amtierenden Titelverteidiger, den Georgier Giorgi Sardalashvili, treffen. Eine frühe Konfrontation mit diesem gestandenen Athleten würde die Aufgabe des Spaniers erheblich erschweren. Doch Sardalashvili ist nicht der einzige Dorn im Auge des Madrilenen. Auch der französische Judoka Luka Mkheidze, Europameister des Vorjahres, und der Weltranglistenerste, der Aserbaidschaner Balabay Aghayev, stellen ernstzunehmende Konkurrenten dar.

Aghayev, der Garrigós im vergangenen Jahr beim Grand Slam in Paris bereits das Handwerk gelegt hatte, ist ein besonderer Anreiz für den spanischen Judoka, sich zu beweisen. Die Erinnerung an diese Niederlage wird ihn zusätzlich motivieren, sich in Tiflis durchzusetzen. Die Europameisterschaften sind jedoch traditionell Garrigós' Spielfeld. Mit sieben Medaillen (drei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen) beweist er seine außergewöhnliche Erfolgsbilanz bei diesem prestigeträchtigen Turnier.

Doch Garrigós ist nicht der einzige Hoffnungsträger des spanischen Teams, das mit sieben Frauen und sechs Männern nach Tiflis reist. Laura Martínez, Bronzemedaillengewinnerin von Montpellier 2023, hat ebenfalls gute Chancen auf eine Medaille. Ihr Ziel ist es, die bittere Niederlage im vergangenen Jahr in Podgorica, wo sie knapp die Finalteilnahme verpasste, wiedergutzumachen. Ein Duell mit der französischen Favoritin Shirine Boukli, die auf ihren fünften europäischen Titel hofft, könnte erst im Finale stattfinden.

Auch Eva Pérez und Ariane Toro zählen zu den Medaillenanwärterinnen. Toro, die bereits in den letzten beiden Europameisterschaften Bronze gewann, zeigte zuletzt beim Grand Slam in Paris eine beeindruckende Leistung, wo sie den zweiten Platz belegte. David García Torné, der bei den Grand Prix in Linz und Tiflis bereits auf sich aufmerksam gemacht hat, könnte ebenfalls für eine Überraschung sorgen.

Ai Tsunoda, die in Zagreb bereits Bronze gewann, zählt in der Kategorie bis 70 Kilogramm zu den Top-Favoritinnen. Ihre Konstanz in den letzten Monaten, mit mehreren Top-Platzierungen bei internationalen Turnieren, untermauert ihren Anspruch auf eine Medaille. Die spanische Mannschaft reist also mit einer breiten Auswahl an talentierten Judoka nach Tiflis, bereit, um ihre Erfolgsgeschichte bei den Europameisterschaften fortzuschreiben.

Die Augen sind auf Garrigós gerichtet, aber das gesamte Team ist bereit, alles zu geben. Der Kampf um die europäischen Titel verspricht Spannung pur. Die Leistungssportler der spanischen Nationalmannschaft werden zeigen, dass Talent, Erfahrung und Teamgeist zu herausragenden Erfolgen führen können.