Fußball-legende stirbt: mircea lucescu nicht mehr

Ein trauriger Tag für den Weltfußball: Mircea Lucescu, einer der erfolgreichsten und innovativsten Trainer der jüngeren Geschichte, ist im Alter von 80 Jahren in Bukarest verstorben. Der frühere rumänische Nationaltrainer erlag einem Herzinfarkt, der ihn in den letzten Tagen seines Lebens schwer belastete.

Ein pionier des rumänischen fußballs

Ein pionier des rumänischen fußballs

Lucescu hinterlässt eine beeindruckende Bilanz und eine lange Liste von Vereinen und Nationalmannschaften, die er geprägt hat. Er war nicht nur ein Taktiker, sondern auch ein Visionär, der den rumänischen Fußball maßgeblich modernisierte und neue Wege einschlug. Seine frühen Erfolge in Hunedoara zeigten bereits sein Talent, junge Spieler zu fördern und aus ihnen Leistungsträger zu formen. Der Durchbruch kam mit der Qualifikation für die Europameisterschaft 1984, bei der er mit Rumänien sensationell Italien, den amtierenden Weltmeister, besiegte.

Nach seiner ersten Amtszeit als Nationaltrainer wechselte Lucescu zum Dinamo Bukarest, wo er 1990 die Meisterschaft und den Pokal gewann. Der Ruf nach Italien war jedoch nicht lange abzuwarten. Bei Brescia gelang ihm der Aufstieg in die Serie B, bevor er mit Reggiana und Inter Mailand in der höchsten Spielklasse antrat. Bei Inter Mailand arbeitete er mit Weltklassespielern wie Ronaldo und Roberto Baggio zusammen – eine Zeit, die er später als „unglaublich intensiv“ beschrieb.

Seine Erfolgsbilanz reichte weit über Italien hinaus. Beim Galatasaray Istanbul gewann er 1996 den UEFA-Super-Cup gegen Real Madrid und etablierte sich als einer der gefragtesten Trainer Europas. Der größte Teil seiner Karriere verbrachte er jedoch in der Ukraine, wo er mit Shakhtar Donetsk eine Ära des Erfolgs einleitete. Acht Meistertitel, sechs Pokalsiege und acht Supercups belegen seine außergewöhnliche Arbeit in Donezk. Er war und bleibt der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Vereins.

Die Zahl 35 Titel, die Lucescu in seiner Karriere gewann, sprechen für sich. Nur Pep Guardiola und Alex Ferguson können mit dieser beeindruckenden Bilanz mithalten. Doch seine Bedeutung geht über die reine Anzahl der gewonnenen Titel hinaus. Er war ein Mentor für zahlreiche Spieler und Trainer und hat eine ganze Generation von Fußballern geprägt.

Lucescus Vermächtnis ist unbestritten. Er war ein Taktikgenie, ein Menschenfänger und ein Mann, der den Fußball mit Leidenschaft und Hingabe lebte. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke im internationalen Fußball.