Fußball-legende beccalossi stirbt mit 69 jahren
Ein dunkler Tag für den italienischen Fußball: Evaristo Beccalossi, eine Ikone der Inter Mailand und des gesamten Sports, ist im Alter von 69 Jahren in Brescia verstorben. Sein Tod trifft die Nerazzurri-Gemeinde und alle Fußballfans zutiefst, geradezu im Moment des Triumphes – wenige Tage nach dem 21. Scudetto.
Der ball tanzte auf seinen füßen
Der Abschied von Beccalossi ist mehr als nur der Verlust eines Spielers; es ist der Abschied von einer Ära, in der Fußball noch Kunst und Romantik vereinte. Der Inter-Klub drückte seine tiefe Trauer aus und würdigte Beccalossi als einen, der immer „einer von uns“ war. Seine Dribblings, so heißt es in der offiziellen Mitteilung, seien „ineffabel“ gewesen, seine Art, den Ball zu behandeln, „einzigartig“.
„Er war das Schöne am Fußball, die romantischste Art, Fans zu verzaubern“, so der Verein. Beccalossi, bekannt unter dem Spitznamen „Driblossi“, geformt von Gianni Brera, verstand es wie wenige, das Spiel zu verschönern. Der Anwalt Prisco beschrieb es treffend: „Er spielte nicht mit dem Ball, der Ball spielte mit ihm. Er streichelte ihn, statt ihn zu treten.“

Ein erbe, das generationen prägt
Beccalossi spielte von 1978 bis 1984 für Inter und gewann in dieser Zeit einen Scudetto (1980) und einen Coppa Italia (1982). Die Fans sahen in ihm den Nachfolger von Sandro Mazzola, den legendären Nummer 10. „Wenn ich in San Siro ankam, wussten meine Mitspieler nicht, ob sie in 10 oder 12 Mann spielen würden – es hing alles von mir ab“, scherzte Beccalossi einst.
Die Vereinskulisse identifizierte sich in ihm, und auch heute noch hinterlässt er einen positiven Eindruck. „Das Schönste war, dass sich die Inter-Fans mit uns identifizierten“, sagte Beccalossi kürzlich. Eine Aussage, die seine Bedeutung für den Verein und seine Fans nur unterstreicht. Sein Vermächtnis wird weiterleben, als Erinnerung an eine Zeit, in der Fußball mehr war als nur ein Spiel.
Die Nachricht von Beccalossis Tod hinterlässt eine Lücke im Herzen vieler Fußballfans und verdeutlicht, dass wahre Legenden auch über das Spielfeld hinaus wirken.
