Fürther hoffnungsschimmer: sieg gegen bielefeld – ein wichtiges zeichen?

Fürther hoffnungsschimmer: sieg gegen bielefeld – ein wichtiges zeichen?

Nach dem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld herrscht bei der SpVgg Greuther Fürth vorsichtige Erleichterung. Der Dreier am Freitagabend war eine Art Bestätigung für das Team von Trainer Heiko Vogel, der seit dem 1. Dezember im Amt ist. Matchwinner Dennis Srbeny und seine Kollegen feierten den wichtigen Erfolg vor heimischer Kulisse. IMAGO/Zink

Zweiter sieg unter vogel

Es war erst der zweite Sieg für die Fürther unter der Leitung von Heiko Vogel. Der letzte Heimsieg im Ronhof datiert vom 7. November gegen Preußen Münster, noch unter dem Vorgänger von Vogel, Thomas Kleine. Das Spiel gegen Bielefeld war somit ein wichtiger Schritt, um den Abstand zur Konkurrenz im Abstiegskampf nicht zu verlieren.

Druck standgehalten – zumindest vorerst

Druck standgehalten – zumindest vorerst

Der Druck auf das Tabellenschlusslicht war enorm. Es galt, nicht den Anschluss an das Mittelfeld zu verlieren und zu verhindern, dass der DSC Arminia Bielefeld als direkter Konkurrent davonzieht. Nach diesem Spieltag könnte das Kleeblatt sogar die Rote Laterne an Dynamo Dresden weiterreichen, sollte dieses am Sonntag in Hannover verlieren.

Vogel sieht verdienten sieg

Vogel sieht verdienten sieg

Heiko Vogel sprach von einem aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten Sieg. Sein Team sei gut ins Spiel gestartet, insbesondere durch das Führungstor von Branimir Hrgotas in der 4. Minute. Allerdings räumte der Trainer offen ein, dass die Arminia das Spielgeschehen in der ersten Hälfte dominierte und Fürth von seinem Matchplan abbringen konnte. Die Gäste brachten jedoch aus ihrer Dominanz zu wenig zwingende Aktionen zustande.

Abnutzungskampf und die bedeutung des dreiers

Abnutzungskampf und die bedeutung des dreiers

Nach einem intensiven „Abnutzungskampf“ zeigte sich Vogel erfreut, dass sich die Mannschaft belohnt hat. „Wir waren in den letzten Spielen nicht so schlecht, wie es die Ergebnisse gezeigt haben“, betonte er. Dennoch warnte er vor Euphorie. Der Sieg sei kein Freibrief für zukünftige Leistungen, sondern ein Ansporn, weiter hart zu arbeiten.

„Bestätigung“ – ein vielsagender satz

„Bestätigung“ – ein vielsagender satz

Ein Satz in der Pressekonferenz offenbarte die angespannte Situation, in der sich die SpVgg befindet: „Der Heimsieg ist für uns eine Bestätigung, dass wir Punkte sammeln können.“ Diese Bestätigung gegen einen Aufsteiger zu benötigen, zeugt von den schwierigen Wochen und der prekären Lage des Vereins.

Srbenys renaissance unter vogel

Srbenys renaissance unter vogel

Der 31-jährige Dennis Srbeny, der in der Sommervorbereitung kaum berücksichtigt wurde, hat unter Heiko Vogel eine Renaissance erlebt. Er war bereits auf dem Abstellgleis, durfte aber in der Vorbereitung auf der Sechserposition spielen, um den Stürmern mehr gemeinsame Zeit auf dem Feld zu ermöglichen. Statt auf der Bank zu sitzen, ist er nun Vogels erster Wechselkandidat geworden.

Vogels lob für srbeny und futkeu

Vogels lob für srbeny und futkeu

Sowohl Srbeny als auch Vogel lobten Noel Futkeu unisono für seine Vorlage zum Siegtreffer. Srbeny betonte, dass er den Ball nur noch einschieben musste, während Vogel Futkeus Leistung als „fantastisch“ bezeichnete. Vogel sieht in Srbeny einen „Joker“, den er auf verschiedenen Positionen einsetzen kann, und schätzt seine Spielintelligenz und Zuverlässigkeit.

Srbenys kampfgeist und führungsqualitäten

Srbenys kampfgeist und führungsqualitäten

Srbeny selbst betonte, dass er Tag für Tag sein Bestes gibt, auch wenn die Saison bislang nicht einfach war. Er übernimmt Verantwortung, auch wenn er nicht auf dem Platz steht, und versucht, die Mannschaft zu unterstützen. „Wir geben alles. Das hat man heute gesehen“, sagte er entschlossen.

Ausblick und tabelle

Der Geschäftsführer Holger Schwiewagner hatte im November noch eine Platzierung zwischen 10 und 13 gehofft, doch das ist mittlerweile unrealistisch. Es bleibt ein knallharter Abstiegskampf. Srbeny sieht die Situation realistisch: „Es sind nicht mehr so viele Spiele da, um Punkte zu holen, aber wir geben alles.“

SpVgg Greuther Fürth2:1
Arminia Bielefeld1:1