Fürth rettet sich: dramatischer sieg über essen!

Ein Herzschlagfinale in Fürth! Der Zweitligist hat sich in einer nervenzerfetzten Relegationspartie gegen Rot-Weiss Essen mit 2:0 durchgesetzt und damit den erneuten Abstieg in die Drittklassigkeit abgewendet. Für den Traditionsverein ist es ein Befreiungsschlag, während für Essen der Traum von der Rückkehr in die 2. Liga geplatzt ist.

Die vorgeschichte: ein kampf der giganten

Die vorgeschichte: ein kampf der giganten

Die Partie war geprägt von der Historie beider Vereine. Essen, der Meister von 1955, hatte im Hinspiel überraschend mit 1:0 die Nase vorn. Fürth, dessen Name in der Zweitliga-Tabelle fast synonym mit Kontinuität steht, stand somit vor der großen Herausforderung, den ersten Abstieg seit 1997 zu verhindern. Die Anspannung war greifbar, als 15.000 Zuschauer die Ronhof-Arena füllten.

Doch die Anfangsphase deutete nicht auf ein Feuerwerk hin, wie es Trainer Heiko Vogel vor dem Spiel versprochen hatte. Vielmehr tat sich Fürth schwer, während Essen dem Führungstreffer aus dem Hinspiel ein gutes Spiel abnahm. Torwart Silas Prüfrock musste mehrfach eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. Dann aber, in der 29. Minute, schlug Futkeu zu: Im Gewühl vor dem Tor fand der Zweitligatorschützenkönig den Weg ins Netz. Ein früher Weckruf für die Gastgeber.

Der zweite Durchgang begann für Fürth mit einem Paukenschlag. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Branimir Hrgota, der das Spiel aufgrund seines bevorstehenden Abschieds in Fürth bestritt, auf 2:0. Ein verdienter Treffer für ein Team, das im Laufe der Saison immer wieder seine mentale Stärke bewiesen hat.

Essen gab sich jedoch nicht geschlagen und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Torben Müsel vergab mit einem Pfostenschuss die Großchance auf den Anschlusstreffer. Die letzten Minuten waren ein Nervenkrimi, aber Fürth hielt stand. Die Erleichterung war am Ende des Spiels riesig.

Die beiden Absteiger aus der 2. Liga sind Münster und Düsseldorf. Osnabrück und Cottbus steigen auf. Noel Futkeu, der in Kürze zu Eintracht Frankfurt wechseln wird, erzielte seinen 20. Saisontreffer und verabschiedet sich mit einem wichtigen Beitrag zum Klassenerhalt.

Die Entscheidung, in die Relegation zu müssen, war erst im letzten Saisonspiel gegen Düsseldorf gefallen. Dieses 3:0 war der Grundstein für den heutigen Triumph. Eine Saison voller Höhen und Tiefen, die mit einem glücklichen, aber verdienten Happy End endet.