Fürth klammert sich an den klassenerhalt: heiko vogels team zeigt biss!

Die SpVgg Greuther Fürth hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ein Lebenszeichen gesetzt. Mit dem dramatischen 3:2-Sieg gegen Darmstadt schafften die Franken den Sprung aus den direkten Abstiegsplätzen – ein Erfolg, der in Anbetracht der schwierigen Ausgangslage vor der Saison umso höher zu bewerten ist.

Bochum: der nächste härtetest für das kleeblatt

Bochum: der nächste härtetest für das kleeblatt

Am Sonntag geht es für Fürth beim VfL Bochum weiter, einem weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Heiko Vogel und sein Team haben in den letzten Wochen eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn man an die „ehrliche Arbeit“ glaubt. Die Frage ist, ob diese Mentalität auch in Bochum zum Tragen kommt.

Die Hinrunde der Saison war für die Fürther alles andere als rosig verlaufen. Mit lediglich 15 Punkten auf dem Konto rangierten sie auf dem 17. Platz – eine Situation, die viele Fans und Experten bereits als aussichtslos bewerteten. Doch die Wende kam mit der Rückrunde. Hier präsentierte sich das Kleeblatt von einer ganz anderen Seite und sammelte 18 Punkte, die zu einem respektablen 9. Platz reichten.

„Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, wozu wir fähig sind, wenn wir ehrlich arbeiten. Deswegen kann ich der Mannschaft nur noch einmal ein großes Kompliment aussprechen“, lobte Chefcoach Vogel auf der Pressekonferenz am Freitag. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung in der Defensive. Nach 44 Gegentoren in der Hinrunde konnte die Anzahl in der Rückrunde auf lediglich 19 reduziert werden – ein deutlicher Beweis für die taktischen Anpassungen und die verbesserte Abstimmung in der Mannschaft.

Vogels Variabilität ist Trumpf

Es ist nicht nur die Offensivkraft um Branimir Hrgota, Felix Klaus und den jungen Noel Futkeu (Dreierpack gegen Darmstadt), die Fürth auszeichnet, sondern auch die taktische Flexibilität. Vogel schätzt die „Stabilität in dieser Variabilität“ und kann je nach Gegner auf eine Dreier- oder Viererkette zurückgreifen. Diese Unberechenbarkeit macht das Kleeblatt für die Gegner schwerer ausrechenbar.

Für das Spiel in Bochum wird erwartet, dass Doni Arifi wieder in die Startelf rückt, während Paul Will aufgrund seiner Bedeutung für das Spiel der Mannschaft vermutlich nur auf der Bank sitzen wird. Die Spannung steigt, die Auswärtsschritte werden immer kleiner. Vier Spiele entscheiden über die Zukunft des Kleeblatts. Der Aufstieg ist zwar unwahrscheinlich, doch der Abstieg wird mit jedem gewonnenen Punkt weiter vom Körper gehalten.

Die Zahlen lügen nicht: Nur noch zwei Zähler trennen Fürth von den rettenden Ufern. Die Franken haben sich dem Abgrund entzogen. Jetzt gilt es, diesen hart erkämpften Vorteil zu verteidigen und den Klassenerhalt unter Beweis zu stellen. Ein Sieg in Bochum wäre ein enormer Schritt in Richtung Ziel.