Fürth ii: rettungsanker fiedler hält die hoffnung am leben
Die SpVgg Greuther Fürth bangt nicht nur in der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt, sondern auch in der Regionalliga Bayern. Die U 23 des Kleeblatts steckt tief im Abstiegskampf, doch mit der Interimslösung Christian Fiedler scheint neuer Schwung in die Mannschaft gekommen zu sein. Der 51-Jährige wird bis zum Saisonende das Ruder übernehmen und versucht, den drohenden Abstieg abzuwenden.
Ein überraschender wechsel auf der trainerbank
Ende März reagierten die Verantwortlichen an der Kronacher Straße auf die alarmierende Entwicklung der U 23 und entließen den bisherigen Cheftrainer Roberto Hilbert. Ein Vakuum entstand, das Christian Fiedler zunächst kommissarisch füllte. Der erfahrene A-Lizenzinhaber, der bereits im Oktober und November 2023 kurzzeitig als Interimscoach eingesprungen war und mittlerweile die Fürther Nachwuchsabteilung leitet, gab der Mannschaft prompt neue Impulse.
Die Trendwende ist spürbar: Mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen katapultierte Fürth II sogar kurzzeitig über den Strich. Aktuell rangiert das Team auf dem 14. Platz der Regionalliga Bayern, punktgleich mit dem ersten Relegationsplatz. Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt lediglich vier Zähler – ein Zitterspiel bis zum Schluss.

Die profis im blick: ein direkter zusammenhang
Die Situation der U 23 ist eng mit dem Abschneiden der Profis in der 2. Bundesliga verwoben. Steigt Fürth in die 3. Liga ab, wäre das auch für die Reserve fatal. Sie würde dann als Tabellenletzter automatisch in die Bayernliga durchgereicht werden – ein Szenario, das alle Beteiligten umtreibt.
Der Rest des Spielplans ist alles andere als einfach. Am kommenden Samstag empfängt die U 23 die SpVgg Unterhaching, gefolgt von Duellen gegen Wacker Burghausen und die Würzburger Kickers. Diese drei Partien gleichen Bonusspielen, während die letzten drei Saisonspiele gegen Ansbach, Augsburg II und Vilzing über Leben und Tod entscheiden werden. Es wird ein nervenaufreibender Saisonendspurt für Fiedler und seine Mannschaft.
Die Verantwortlichen des Kleeblatts haben nun die richtige Entscheidung getroffen, indem sie Fiedler das Vertrauen schenken und ihm die Möglichkeit geben, das Team bis zum Ende der Saison zu betreuen. Ob er es schafft, das kleine Kleeblatt vor dem Abgrund zu bewahren, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
