Füchse berlin schnappen adidas-deal auf: mehr als nur ein trikotsponsor!
Berlin hat ein neues sportliches Aushängeschild: Die Füchse Berlin haben einen Ausrüstungsvertrag mit Adidas an Land gezogen, der weit mehr als nur neue Trikots bedeutet. Geschäftsführer Bob Hanning spricht von einem „Ritterschlag“, der den Hauptstadtklub in eine neue Liga katapultiert.
Ein deal mit signalwirkung für den handball
Der Vertrag, der ab der Saison 2026/27 in Kraft tritt, ist ein klares Zeichen dafür, dass sich im Handball-Business gerade viel bewegt. Top-Marken wie Adidas interessieren sich vermehrt für die Top-Clubs – und die Füchse Berlin gehören zweifellos dazu. Hanning sieht darin eine Entwicklung, die dem gesamten Handball zugutekommt. „Ich finde es schön, dass sich die Top-Marken für die Top-Clubs interessieren. Du siehst ja, dass sich im Handball gerade was bewegt.“
Doch nicht alles glänzt: Obwohl der Deal als Meilenstein gefeiert wird, relativiert Hanning die finanzielle Dimension. „Rein finanziell ist es bei weitem nicht mein bester Deal“, gibt er offen zu. „Da habe ich schon bessere Verträge abgeschlossen.“ Dennoch betont er die Bedeutung des Adidas-Deals: „Es ist natürlich der beste Ausrüster-Deal, den ich je in meinem Leben geschlossen habe.“

Wachstum durch struktur, nicht nur durch transfers
Hanning verfolgt einen langfristigen Ansatz, der über kurzfristige Erfolge hinausgeht. Wachstum, so seine Überzeugung, entsteht nicht allein durch teure Transfers, sondern durch eine solide Struktur. Langfristige Verträge mit Partnern, schlanke Abläufe im Verein und gezielte Investitionen in Nachwuchs und Infrastruktur bilden das Fundament seiner Strategie. „Ich will Geld nehmen, um Geld zu verdienen“, erklärt der Füchse-Boss. Merchandising und steigende Einnahmen im Ticketing stehen dabei im Fokus.
Die eigene Akademie bleibt dabei das Herzstück der Füchse. „Mindestens sechs Spieler in dem 16er-Kader kommen aus meiner Akademie“, unterstreicht Hanning. Diese Basisstabilität, gepaart mit der internationalen Strahlkraft von Adidas, verspricht eine vielversprechende Zukunft für den Hauptstadtklub.

Gidsel im adidas-trikot: ein gewinn für alle?
Ein besonderes Augenmerk gilt der Situation um Welthandballer Mathias Gidsel, der bisher mit Puma verbunden war. Dass er nun im Adidas-Trikot der Füchse auflaufen wird, betrachtet Hanning keineswegs als Problem. „Er wird im Umfeld der Füchse nicht in Puma auftreten. Und das Trikot, was er verkaufen kann, wird das Adidas-Trikot sein“, so Hanning. Er glaubt, dass auch Puma von der Situation profitiert und keinen Deal verlieren wird. „So gibt es nur Gewinner in dem Spiel.“
Der Ausrüsterwechsel ist somit ein weiterer Schritt in der kontinuierlichen Entwicklung der Füchse Berlin. Wirtschaftlich, strukturell und sportlich – der Verein wächst weiter und positioniert sich als feste Größe im deutschen Handball.
