Füchse berlin patzen weg: champions league platz in gefahr!
Ein Abend, der schmerzt: Die Füchse Berlin haben gegen Hannover-Burgdorf nicht nur einen Punkt liegen lassen, sondern auch die Chance verpasst, sich im Kampf um die Königsklasse entscheidend von der SG Flensburg-Handewitt abzusetzen. Die Ausgangslage vor den letzten drei Spieltagen der Handball-Bundesliga ist nun dramatisch: Punktgleichheit mit den Norddeutschen hinter dem neuen Serienmeister SC Magdeburg – ein Szenario, das vor Saisonbeginn wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
Die berliner wirken wie fremdkörper auf dem feld
Vor heimischer Kulisse wirkten die Füchse stellenweise orientierungslos. Der gewohnte Rhythmus fehlte, die Leichtigkeit im Spiel war verschwunden. Nach dem Schlusspfiff standen Frust und Ratlosigkeit in den Gesichtern der Berliner geschrieben – eine Mannschaft, die von der eigenen Leistung überrascht war. „Das fühlt sich wie eine Niederlage an. Das hatten wir uns anders vorgestellt“, kommentierte Nils Lichtlein bedrückt. Torhüter Lasse Ludwig stimmte zu: „Das tut richtig weh.“

Krickaus analyse: „die wussten nicht, wo das tor steht“
Einziger, der die Niederlage nicht völlig unerwartet kommen sah, war Trainer Nicolej Krickau. Er hatte bereits vor dem Spiel gewarnt, dass die Nationalmannschaftspause seinem Team den Spielfluss nehmen könnte – und so kam es. Krickaus Analyse nach der Partie war schlichtweg brutal: „Das war deutlich, dass wir gar nicht in der Verfassung waren, wie wir das wollten. Wir waren viel zu weit weg von unseren Stärken. Hatten gar keine Balance zwischen Flow und Tiefe. Wir haben die Bälle einfach nur weitergespielt, ohne Druck zu machen. Ich hatte das Gefühl, dass unsere Rückraumspieler gar nicht wussten, wo das Tor steht.“
Die Füchse lagen in der zweiten Halbzeit bereits mit drei Toren zurück, konnten das Momentum jedoch nicht zurückgewinnen. „Das Beste am Spiel ist noch der eine Punkt, denn das bedeutet, wir haben alles noch in eigener Hand, um Platz zwei zu erreichen“, betonte Krickau, dessen Worte jedoch wenig Optimismus vermittelten. Die kommenden Aufgaben gegen Eisenach, Melsungen und Flensburg werden nun zur echten Zitterpartie.
Die Wahrheit ist: Die Füchse Berlin müssen eine deutliche Schippe drauflegen, wenn sie ihre Ambitionen in der Königsklasse überhaupt noch realistisch verfolgen wollen. Die Punktgleichheit mit Flensburg ist ein Weckruf – und die Zeichen stehen nicht gut.
