Füchse berlin krönen sich zum pokalsieger – bhc verpasst überraschung!

Köln – Die Füchse Berlin haben im Finale des DHB-Pokals gegen den Bergischen HC einen klaren Sieg errungen und damit den ersten Titel der Saison perfekt gemacht. Mit einem beeindruckenden Torfeuerwerk demonstrierte das Team von Trainer Bennet Wiegert seine Überlegenheit und sicherte sich den Pokal in der Lanxess Arena.

Ein finale voller highlights und dänischer klasse

Ein finale voller highlights und dänischer klasse

Vor 19.750 Zuschauern entwickelte sich ein torreiche Spektakel, das letztlich mit 42:33 (22:17) für die Berliner entschieden wurde. Besonders glänzte Lasse Andersson mit zehn Treffern und wurde damit zum erfolgreichsten Werfer des Spiels. Auch Mathias Gidsel steuerte neun Tore bei und untermauerte damit seinen Ruf als Welthandballer. Für den BHC war es die erste Finalteilnahme, die jedoch trotz eines couragierten Kampfes nicht mit dem erhofften Pokalsieg gekrönt wurde.

Nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Sören Steinhaus übernahm der deutsche Meister zügig die Kontrolle und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Der BHC, der im Halbfinale sensationell den Champions-League-Sieger SC Magdeburg bezwungen hatte, fand im Finale kaum Mittel gegen die offensive Power der Füchse. „Gegen 2 Uhr habe ich es geschafft, zu schlafen. Aber das ist keine Ausrede“, kommentierte BHC-Profi Noah Beyer unmittelbar vor dem Anwurf, der zuvor im Siebenmeter-Krimi den entscheidenden Treffer markiert hatte.

Die Füchse Berlin zeigten eine beeindruckende Killermentalität und ließen keine Zweifel aufkommen. Der Vorsprung wuchs im Laufe des Spiels stetig an, bis er schließlich bei acht Toren lag. Bundestrainer Alfred Gislason betonte in der ARD, dass der BHC für einen Sieg eine „perfekte zweite Halbzeit“ hätte abliefern müssen – ein Ziel, das die Bergischen jedoch verfehlten.

Für die Füchse Berlin ist es der zweite DHB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte und ein weiterer Erfolg in einer bereits erfolgreichen Saison. Mit dem Preisgeld von 200.000 Euro können die Berliner nun ihre Vorbereitungen auf weitere Herausforderungen vorantreiben. Während der BHC zwar die spektakulärste Geschichte des Wochenendes schrieb, blieb der Traum vom großen Coup aus.

Trainer Bennet Wiegert äußerte sich nach dem 31:35 (15:16) im Spiel um Platz drei gegen den TBV Lemgo Lippe besorgt über die Leistung seines Teams. Ob das Team in der Form des Wochenendes eine Rückkehr ins Champions-League-Finale im Juni schaffen kann, erscheint unwahrscheinlich.

Die Füchse Berlin haben bewiesen, dass sie nicht nur in der Bundesliga, sondern auch im Pokal eine Macht sind. Der Titel ist der verdiente Lohn für harte Arbeit und eine beeindruckende Teamleistung.