Füchse berlin: jugend-triumph in köln knapp verfehlt!

Die Lanxess-Arena bebte – nicht nur wegen der 2500 Zuschauer, sondern vor allem wegen der jungen Füchse Berlin, die im Finale der EHF Youth Club Trophy dem dänischen Top-Team GOG alles abverlangten. Am Ende war die Niederlage mit 26:32 zwar schmerzhaft, doch der Einzug ins Finale selbst ist ein monumentaler Erfolg für den Berliner Nachwuchs.

Bob hanning: der architekt des berliner erfolgs setzt auf die nächste generation

Bob hanning: der architekt des berliner erfolgs setzt auf die nächste generation

An der Seitenlinie stand der Mann, der diesen Erfolg erst ermöglicht hat: Bob Hanning. Der Coach, der in Berlin bereits eine beeindruckende Erfolgsgeschichte schrieb und aktuell auch die italienische Nationalmannschaft trainiert, sah seine Schützlinge gegen die erfahrenen Dänen lange Zeit Paroli bieten. Die Mannschaft, in der gleich vier italienische Talente unter Vertrag stehen, die Hanning selbst in Berlin fördert, zeigte eine beeindruckende Moral. Matteo Agostinelli, der erst im Halbfinale gegen Veszprem mit einer herausragenden Leistung (47% gehaltene Bälle) glänzte, hielt auch im Finale einen Großteil der dänischen Angriffe ab.

GOG, der Titelverteidiger und haushoher Favorit, erwies sich als eine Klasse für sich. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der die Berliner bis zum 8:8 (15.) mithalten konnten, zündete GOG den Turbo. 14 Minuten lang trafen die Füchse das Tor nicht, und die Dänen bauten den Vorsprung auf 8:14 (26.) aus. Eine tapfere, offensive Manndeckung ermöglichte es den Berlinern zwar, bis auf 22:25 (52.) wieder anzuschließen, doch die Wende kam nicht zustande.

Der 18-jährige Emil Bak führte GOG mit einer beeindruckenden Leistung von 12 Treffern zum Sieg und sicherte seiner Mannschaft den zweiten Champions-League-Titel in Folge. Für die Füchse stachen Leo Nowak (17) und Torhüter Matteo Agostinelli (11 Paraden) hervor. Besonders erwähnenswert ist auch Leo Tautenhahn, der trotz eines Bänderrisses im Fuß unbedingt im Finale spielen wollte und fünf Treffer erzielte. Ein Zeichen seines Kampfgeistes und seiner Loyalität zum Team.

Hanning ließ seine Mannschaft nach dem Spiel loben, verglich einige seiner Spieler mit ehemaligen Stars wie Nils Lichtlein, Lasse Ludwig oder Matthes Langhoff. “Diese Generation hat das Potenzial, etwas Großes zu leisten,” so der Coach. Ob einer der jungen Füchse in Zukunft die Fußstapen von Emil Bak – dem neuen Mathias Gidsel – füllen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der Einzug ins Finale der EHF Youth Club Trophy ist ein Meilenstein für die Füchse Berlin und ein Beweis für die Qualität ihrer Jugendarbeit.

Die Niederlage schmerzt zwar, doch der Blick nach vorne ist voller Optimismus. Die Zukunft des deutschen Handballs sieht rosig aus – und die Füchse Berlin sind mittendrin.