Füchse berlin jagen gruppensieg – krickau erwartet feindseligkeit in dänemark
18.45 Uhr, Aalborg, 10.000 dänische Fans – und ein deutscher Meister, der den Gruppensieg in der Handball-Champions-League mit einem Schlag packen will. Die Füchse Berlin reisen nach Dänemark, wo Trainer Nicolej Krickau auf Pfiffe statt Applaus trifft. Der 39-Jährige war jahrelang Erzrivale GOG treu, nun führt er die Berliner in die Hafenstadt, in der er früher nur verlacht wurde.
Ein Sieg genügt. Dann ist Platz 1 nicht mehr zu nehmen. Doch die Ausgangslage ist alles andere als beruhigend. Beide Teams patzten am vergangenen Wochenende: Berlin verlor 26:29 gegen Kielce, Aalborg kassierte bei Sporting eine 28:30-Niederlage. Trotzdem stehen beide bereits im Viertelfinale – jetzt geht es nur noch um Prestige, Heimrecht und 50.000 Euro Prämie.
Krickau warnt vor „neuem aalborg“
„Die Mannschaft ist ein anderer Verein als letzte Saison“, sagt Krickau und meint es ernst. Das Hinspiel gewannen die Füchse 31:28, doch seitdem hat Aalborg sieben Ligaspiele in Folge gewonnen, zuletzt auch den Pokal. Linksaußen Felix Claar feiert Comeback, Rechtsaußen Lukas Jørgensen trifft aus der zweiten Reihe wie ein Jungbrunnen. Berlin muss aufpassen, dass nicht schon wieder der Rückraum auseinanderbricht – wie gegen Kielce, als die Abwehr erst in Minute 45 wach wurde.
Die gute Nachricht: Die Intensität ist zurück. Gegen die Löwen am Sonntag liefen die Füchse 60 Minuten lang Tempo, erzielten 34 Tore, ließen nur 26 zu. „Wir haben endlich wieder die Laufbereitschaft gefunden, die wir nach der WM-Pause verloren hatten“, sagt Krickau. Die Zahlen sprechen für sich: 54 % Trefferquote aus dem Feld, nur sieben technische Fehler – so viel Effizienz hat Berlin in dieser Saison selten gezeigt.

Tv-check: so sehen sie das spiel live
DAZN und Dyn übertragen ab 18.35 Uhr, Anpfiff 18.45 Uhr. Wer kein Abo hat: Sport BILD.de tickert live, inklusive Echtzeit-Statistik und Heatmap. Die dänische ARD-Tochter TV 2 sender zusätzlich im Free-TV – VPN genügt.
Die Rechnung ist simpel: Gewinnt Berlin, ist Gruppensieg sicher und das Viertelfinale erst im Mai. Verliert die Mannschaft, droht Platz zwei – und ein frühes Duell gegen Barcelona oder Paris. Für Krickau wäre das ein nach Hause fahren ohne Triumph. „Ich kenne jeden Stein in dieser Halle“, sagt er. „Wenn wir gewinnen, kann niemand mehr an uns vorbeiziehen.“ Pfiffe inklusive.
