Füchse berlin: dramatischer final4-sieg nach penaltyschießen!

Berlin brodelt! Die Füchse Berlin sind erneut im Final4 der Champions League dabei – ein Sieg, der so dramatisch nicht zu überbieten ist. Nach einem Hinspiel, das die Nerven blank liegen ließ, und einem Penaltyschießen, das die Max-Schmeling-Halle in einen Hexenkessel verwandelte, sicherten sich die Berliner den Einzug ins Finale gegen Veszprém.

Ein spiel voller wendungen und emotionen

Vor 8796 Zuschauern entwickelte sich ein Handball-Krimi höchsten Ranges. Die Füchse legten mit einem beeindruckenden Start vor und führten bereits nach zehn Minuten mit fünf Toren (8:3). Torwart Dejan Milosavljev präsentierte sich in Glanzform und hielt zahlreiche Schüsse der Ungarn ab. Doch Veszprém ließ nicht locker und kämpfte sich zurück ins Spiel. Ein fataler Fehlwurf von Lasse Andersson, der den Ball völlig frei am leeren Tor vorbeiwurf, verpasste den Füchsen die Chance, die Führung auszubauen und ermöglichte es Veszprém, den Rückstand zu verkürzen. Bis zur Pause gelang es den Gästen sogar, den Spielstand auf 17:15 zu egalisieren.

Die zweite Halbzeit war geprägt von einem abwechselnden Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Chancen nicht konsequent nutzen konnten. Die Füchse verwarfen mehrere Siebenmeter, während Veszprém mit einer Wurfquote von nur 44 Prozent in der ersten Halbzeit kämpfte. Der verletzungsbedingte Ausfall von Veszpréms Spielmacher Luka Cindric war ein weiterer Rückschlag für die Ungarn.

Mathias Gidsel, der unangefochtene Star der Füchse, übernahm in den letzten 20 Minuten die Führung und erzielte sechs entscheidende Tore. Mit seinem neunten Treffer im Spiel stellte er zudem einen neuen Champions-League-Rekord auf – sein 142. Tor in der Königsklasse. Tobias Gröndahl hielt die Nerven blank und verwandelte einen Siebenmeter, doch Ahmed Hesham glich kurz darauf aus. Das Spiel ging in ein Penaltyschießen über.

Penaltyschießen als nervenkitzel pur

Penaltyschießen als nervenkitzel pur

Das Penaltyschießen war ein wahrer Nervenkitzel. Descat traf lediglich die Latte, Lichtlein scheiterte an Corrales, Elisson an Milosavljev, Freihöfer an Appelgren. Remili vergab für die Füchse, aber auch Hakun West av Teigum. Schließlich trafen Hesham und Gröndahl für Berlin, Ali Zein für Veszprém – und dann war da noch Mathias Gidsel, der den entscheidenden Treffer erzielte und den Sieg für die Füchse besiegelte.

Die Füchse Berlin haben sich damit ein hart erkämpftes Ticket für das Final4 der Champions League gesichert. Am Sonntag steht nun die Bundesliga-Partie gegen den kriselnden Rekordmeister Kiel an – ein weiteres hochspannendes Duell für die Fans.