Frühling bringt grippe-welle: warum wir uns noch nicht entspannen können
München – Die ersten warmen Sonnenstrahlen und das Ende der Osterfeiertage lassen hoffen: Der Winter ist endlich vorbei. Doch die Hoffnung trügt. Experten warnen vor einer überraschenden Grippe-Welle, die durch die ungewöhnlich milden Temperaturen im März begünstigt wird.

Ein ungewöhnlicher frühling – ein gesundheitliches dilemma
Während die typischen Allergie-Beschwerden im Frühjahr ausbleiben, halten sich Erkältungen, Grippe und andere winterliche Beschwerden hartnäckig. Die Kombination aus niedrigeren als üblichen Temperaturen und dem allmählichen Aufwärmen schafft eine Art „Zwischenzustand“, in dem sowohl Allergien als auch saisonale Grippeviren aktiv sind. Ein Teufelskreis für unsere Gesundheit, so die Experten.
Die Ursache liegt vor allem in den ungewöhnlichen Temperaturen des vergangenen März. Sie verhinderten einen schnellen Übergang vom Winter zum Frühling, wodurch die Viren länger präsent blieben. „Normalerweise würden die steigenden Temperaturen die Grippeviren zurückdrängen“, erklärt Dr. Anna Schmidt, Fachärztin für Allgemeinmedizin. „Doch dieses Jahr haben wir eine Ausnahme erlebt.“
Die Patienten, die besonders gefährdet sind, sind jene mit einem geschwächten Immunsystem oder Vorerkrankungen. Es ist ratsam, weiterhin auf eine gute Hygiene zu achten und Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden. Auch eine frühzeitige Impfung kann sinnvoll sein, um sich vor einer schweren Grippeinfektion zu schützen.
Die gute Nachricht: Da die Allergiesaison noch nicht in vollem Gange ist, können viele Menschen die Symptome der Grippe leichter aushalten. Doch die Gefahr besteht weiterhin, dass sich die Viren weiter verbreiten und die Belastung für das Gesundheitssystem erhöhen. Die Zahlen zeigen: Die Anzahl der Grippefälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen – ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns noch nicht entspannen können. Die Situation erfordert weiterhin Wachsamkeit und Vorsicht.
