Fribourg-gottéron stürmt ins finale – davos, macht euch bereit!

Ein aufregender Abend in der National League: Fribourg-Gottéron hat sich nach einer dominanten Vorstellung gegen Geneve-Servette das Ticket für das Playoff-Finale gesichert. Mit einem deutlichen 6:2-Sieg rissen die Drachen das Ruder herum und stehen zum ersten Mal seit 2013 wieder im Kampf um den Titel. Für Genf hingegen bedeutet das bittere Ende einer ambitionierten Saison.

Die physis entscheidet die partie

Während die Servettiens zwar Druck ausübten und versuchten, das Spiel zu kontrollieren, erwiesen sich die Freiburgers als die kälteren und entschlosseneren Spieler. Maximilian Streule, einer der Torschützen von Fribourg, betonte nach dem Spiel die Bedeutung der physischen Komponente: „Wir haben versucht, sie früh aus dem Spiel zu nehmen und ihnen jeden Zentimeter abzuluchsen. Das ist uns meistens gelungen.“ Diese harte Spielweise, kombiniert mit einer effektiveren Chancenverwertung, machte den Unterschied.

Es war kein Spaziergang für Gottéron. Nach einer anstrengenden Serie gegen Rapperswil-Jona Lakers, in der alle sieben Spiele nötig waren, fanden die Drachen nun ihren Rhythmus. „Das war der Lauf der Dinge diese Saison“, analysierte Streule, „wir brauchten einfach etwas Zeit, um uns einzufinden.“

Enttäuschung in genf, fokus auf davos

Enttäuschung in genf, fokus auf davos

Auf der Gegenseite herrschte Enttäuschung. Tim Berni, Verteidiger von Genf, räumte ein, dass seine Mannschaft zwar Druck aufgebaut hatte, aber letztlich an der Effizienz fehlgeschlagen sei. „Sie waren einfach ein bisschen eiskälter vor dem Tor“, so Berni.

Trotz der Euphorie in der ausverkauften Arena herrscht in Fribourg jedoch kein unnötiger Trubel. Vor dem Start der Finalserie gegen HC Davos am Samstag werden keine großen Feierlichkeiten stattfinden. Die Spieler sind sich bewusst, dass die Aufgabe noch lange nicht abgeschlossen ist. Streule machte deutlich: „Wir wissen alle, dass es noch nicht fertig ist. Jetzt kommt das Finale.“

Besonders bitter war Bernis Ausscheiden, da er Genf verlassen wird. Trotz des sportlichen Misserfolgs blickt er positiv auf seine Zeit bei den Servettiens zurück: „Ich habe hier extrem viel gelernt und tolle Freunde gewonnen. Es hat riesigen Spaß gemacht, mit diesen Jungs zu spielen.“

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Fribourg-Gottéron präsentierte sich als eine Mannschaft, die in der Lage ist, auch unter Druck cool zu bleiben und den entscheidenden Moment zu nutzen. Und während die Servettiens mit ihrer Leistung hadern, dürfen sich die Fans von Davos auf ein spannendes Finale einstellen. Der Kampf um den Titel ist eröffnet – und Fribourg-Gottéron scheint bereit, die Herausforderung anzunehmen.