Freund zerstört eberl-gerücht mit einem satz – und zeigt, wie stark bayern wirklich steht
Es war ein Satz, der alles auf den Kopf stellte. „Es hat mich auch verwundert.“ Christoph Freund sprach es leise, aber mit der Schärfe eines Skalpells. Damit riss er das Kicker-Gericht über ein angebliches Machtgerangel mit Max Eberl in Stücke – und lieferte gleich die Antwort auf die Frage, warum der FC Bayern gerade so durchstartet.
Die story, die niemand intern ernst nahm
Die Meldung klang brisant: Zwangs-Ehe statt Dream-Team, Verträge 2027 offen, Stimmung im Keller. Doch intern lachten selbst die Putzkräfte darüber. „Wir tauschen uns mehrmals täglich aus, sitzen gemeinsam im Büro, planen Transfer-Wochenenden, lachen über dieselben Memes“, sagte Freund. Die Wahrheit ist simpler: Die Führungsriege um Eberl, Freund, Kompany und neue Sportdirektorin Sonja Wöller telefoniert per Standing-Call. Keine CC-Liste, keine Silos, kein Hickhack.
Daten liefern den Beweis: Seit Eberls Amtsantritt stieg die Trefferquote der Transfers um 18 Prozent, die Verletzungsrate sank auf ein Rekordtief. „Wenn du weißt, dass dein Partner dieselben Excel-Listen checkt, brauchst du keine internen Kriege inszenieren“, sagt ein Scout.

Warum das gerücht trotzdem gezündet hat
Ein Grund: Die Medien brauchen ein Drama, wenn das Team selbst keins liefert. Zweiter Grund: Die Vertragslaufzeit bis 2027 ist bei Bayern das neue „Saalziel“. Jeder, dessen Papier nicht bis 2029 läuft, gilt als ungesichert – egal, wie gut die Chemie ist. Freund selbst schmunzelt nur: „Ich hab meine Ehefrau 1997 geheiratet, Vertragsende offen – funktioniert trotzdem.“
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Nach 29 Pflichtspielen hat Bayern 73 Treffer erzielt – so viele wie nie zuvor nach dieser Distanz. Die xG-Differenz liegt bei +36,4, die Passquote in den letzten zehn Metern bei 84 %. „Wenn die Atmosphäre schlecht wäre, würden die Jungs nicht bis zum Umfallen pressen“, sagt Co-Trainer René Marić.

Die nächste woche wird den unterschied zeigen
Am Sonntag kommt der VfB, drei Tage später folgt das Rückspiel in der Champions League. Freund wird wieder neben Eberl sitzen, beide mit derselben Notiz-App offen. „Wir diskutieren, aber wir entscheiden gemeinsam. Und wenn einer „Nein“ sagt, ist es Nein. Kein Machtwort, kein Ranking“, betont Freund.
Die interne Losung lautet: „Erst wir, dann ich.“ Kein Slogan, sondern Arbeitsanweisung. Wer daran rüttelt, fliegt – egal ob Spieler, Trainer oder Vorstand. Deshalb ist das Gerücht auch nach 48 Stunden bereits Geschichte. Weil es keine Story war, sondern ein Schatten ohne Licht.
Freund lehnt sich zum Abschluss zurück und lacht: „Wenn wir 2027 immer noch zusammenarbeiten, schreibt ihr wieder, wir hätten uns vorher zerstritten. Passt schon. Hauptsache, wir holen dann Titel Nummer 35.“
