French open: tennis-stars drohen mit boykott – sabalenka setzt ultimatum!
Paris – Die Stimmung im Vorfeld der French Open ist alles andere als entspannt. Top-Stars des Tennis, darunter Aryna Sabalenka und Novak Djokovic, erwägen offenbar einen beispiellosen Boykott, um ihre Forderungen nach höheren Preisgeldern durchzusetzen. Die Ankündigung sorgt für Aufruhr in der Tenniswelt und könnte das prestigeträchtige Turnier in Paris überschatten.

Die spieler nehmen das zepter in die hand
Der Auslöser für die Eskalation ist der anhaltende Streit um die Verteilung der Einnahmen bei den Grand-Slam-Turnieren. Aktuell fließen lediglich rund 15 Prozent der Millionen schweren Einnahmen an die Spielerinnen und Spieler selbst. Die Top-Stars fordern nun einen deutlich höheren Anteil, soziale Leistungen und mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen. Die Forderung nach 22 Prozent der Einnahmen als Preisgeld bis 2030 ist ein klares Signal.
Wie „The Guardian“ zuerst berichtete, planen die Tennis-Asse für den Medientag am Freitag einen ersten Boykott: Die Pressekonferenzen sollen nach lediglich 15 Minuten abgebrochen werden – eine deutliche Anspielung auf die Einnahmen der Majors, die bisher für das Preisgeld veranschlagt werden. Zusätzlich sollen Medieninterviews boykottiert werden, wobei jeder Profi selbst entscheiden kann, ob er an der Aktion teilnimmt. Eine Quelle nahestehend den Spielern sprach von einem „Dienst nach Vorschrift“ – eine drastische Reduzierung aller Aktivitäten außerhalb des Platzes.
Djokovic und Zverev trainieren gemeinsam in Paris – ein Zeichen der Solidarität? Beobachter vermuten, dass der serbische Superstar und sein deutscher Trainingspartner Alexander Zverev die Stimmung innerhalb des Teams nutzen, um die Forderungen zu untermauern. Djokovic selbst äußerte sich kürzlich über eine „neue Realität“, mit der er zurechtkommen müsse – ein Hinweis auf die zunehmende Unzufriedenheit im Spielerlager.
Der französische Tennisverband (FFT) bedauerte die Entscheidung der Spieler und betonte die negativen Auswirkungen auf Medien, Fernsehsender und die gesamte Tennisgemeinschaft. Allerdings räumte der Verband auch ein, sich der Bedeutung des Beitrags der Spieler zum Erfolg des Turniers bewusst zu sein und eine enge Zusammenarbeit anzustreben. Die Frage ist, ob diese diplomatischen Bemühungen ausreichen werden, um den drohenden Boykott abzuwenden.
Die French Open beginnen am Sonntag. Ob die Stars ihren Protest aufrecht erhalten, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Der Druck auf die Grand-Slam-Turniere ist enorm, und die Spieler sind bereit, für ihre Rechte zu kämpfen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein für die Zukunft des professionellen Tennissports.
