Freiburgs routinier lienhard genießt abschiedsphase – abstiegssorgen verflogen!
Der SC Freiburg II hat einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Verbleibschance in der Regionalliga Südwest gemacht und kann sich nun vor allem dank eines hart erkämpften 3:2-Sieges bei der TSG Balingen offiziell von den größten Abstiegssorgen verabschieden. Für Kapitän Patrick Lienhard bedeutet dies, seine letzten Wochen als Fußballprofi in einer entspannteren Atmosphäre zu erleben.
Eine saison voller höhen und tiefen
Die Saison des SC Freiburg II war bisher von einer deutlichen Leistungssteigerung geprägt. Nach drei enttäuschenden Niederlagen in Folge war der Sieg in Balingen ein entscheidender Befreiungsschlag. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nun komfortable zehn Punkte, sodass die Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs in eine tiefere Spielklasse als Regionalliga als äußerst gering einzustufen ist. Die anfänglichen Schwierigkeiten, die mit Verletzungen und mangelnder Konstanz einhergingen, scheinen nun überwunden.
„Das entscheidende Stichwort war Konstanz, die uns lange gefehlt hat“, analysiert Lienhard die Probleme der Vergangenheit. „Egal ob von Spiel zu Spiel oder innerhalb der 90 Minuten, wir haben oft gute Phasen gezeigt, die dann aber durch eigene Fehler zunichte gemacht wurden.“

Die verantwortung des kapitäns
Lienhard, der nach einer längeren Verletzungspause kürzlich wieder in die Startelf zurückkehrte, betont die Bedeutung des Teamgeists und der defensiven Stabilität. „Es geht darum, als Team noch mehr Energie in die Verteidigung zu investieren. Oft haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht und gleichzeitig einen hohen Aufwand betrieben, um selbst Tore zu schießen.“
Mit dem Rückenwind des gewonnenen Spiels will der SC Freiburg II am Sonntag gegen den SV Trier einen weiteren Erfolg einfahren. Ein Heimsieg würde nicht nur den Aufstieg in der Tabelle bedeuten, sondern auch die letzten Zweifel an der Klassenzugehörigkeit ausräumen.

Ein erfüllter karriereabschnitt neigt sich dem ende zu
Für Patrick Lienhard, der im beschaulichen Kinzigtal aufgewachsen ist, endet mit dem Saisonende eine lange und bewegte Karriere. Der 33-Jährige blickt wehmütig, aber auch zuversichtlich in die Zukunft. „Ich habe mich Anfang des Jahres entschieden, nach der Saison aufzuhören. Für mich war es klar, dass ich nicht mehr zu 100 Prozent geben kann.“ Besonders die lustigen Gespräche und die gemeinsame Zeit in der Kabine wird er vermissen, so Lienhard. Seine Verbundenheit zum SC Freiburg ist unbestritten, und er plant, auch in Zukunft im Verein tätig zu sein, beispielsweise als Co-Trainer in der Jugendabteilung.
Seine Rückkehr nach Freiburg im Vorfeld der Saison 2022/23 war ein voller Erfolg. In seiner ersten Saison nach der Rückkehr war die SC-Zweite die erfolgreichste des Vereins und stellte einen neuen Punkterekord in der 3. Liga auf. Das damalige Vizemeisterschaftsjahr in der 3. Liga wird ihm in Erinnerung bleiben. Nun genießt er die letzten Momente auf dem Platz, bevor ein neues Kapitel in seinem Leben beginnt.
