Freiburg zittert vor celta: wird die europa-league-träume ausgerechnet im parkstadion platzen?

Die Nacht von Freiburg schmeckt noch bitter. 2:3 gegen Bayern, entschieden in der 90. Minute, das Herz blutet. Doch keine Zeit für Selbstmitleid: schon am Donnerstag empfängt der SC den Celta Vigo zum Viertelfinal-Hinspiel – und plötzlich steht der kleine Breisgau-Klub vor der Frage, ob die europäische Märchenwoche nach dem Bundesliga-K.o. gleich zweimal endet.

Freiburgs problem: tore fallen nur noch hinten

Christian Streich schwört auf Kontrolle, das haben die Zahlen längst verraten. In nur einem der letzten fünf Europa-League-Spiele trafen beide Teams – ein Trend, der gegen Celta gefährlich werden kann. Die Spanier kommen zwar mit Selbstvertrauen (3:2 in Mestalla), doch auch sie kennen die Magie engen Resultats: drei der letzten fünf europäischen Aufträge blieben unter 2,5 Tore. Wer jetzt auf Torfestival wettet, lebt gefährlich.

Die Buchmacher sehen dennoch Celta leicht vorn. Grund: der Galicier schlug in Lyon nicht nur das Auswärtstor, sondern auch die französische Ballbesitz-Maschine. Iago Aspas lacht wieder, und wenn Aspas lacht, zittert selbst der Schwarzwald.

Ecke rechts, ecke links – eher nicht

Wer sich bei Corner-Wetten austoben will, sollte die Finger lassen. Freiburg kommt auf magere 5,1 Ecken pro Spiel, Celta gar nur auf 3,5. Gemeinsam ergeben sie kaum die Hälfte der 10,5-Linie, die Wettanbieter heute anbieten. Erwartet wird ein Schachspiel im Mittelfeld, keine Dauerflanke. Die einzige Frage lautet: wer setzt zuerst den Springer?

Streich wird seine Mannschaft wieder auf Granit trimmen. Nach dem Bayern-Schock droht nun der zweite Punch – und das in einer Saison, die eigentlich Geschichte schreiben sollte. Das Europa-Park-Stadion wird pfeifen, klatschen, beten. Aber wenn die letzten zehn Minuten anbrechen und der Spielstand 0:0 steht, weiß jeder im Stadion: ein einziger Konter von Aspas genügt, um den Traum vom Halbfinale in die Schwarzwald-Nacht zu drücken.