Freiburg jagt heidenheim mit heimfluch: null-punkte-serie droht

Freiburg empfängt am Sonntag den Tabellenletzten Heidenheim – und die Schwarzwald-Stadt ist für die Gäste ein Hort der Tristesse. Dreimal kam der FCH bislang in der Bundesliga ans Dreisam-Stadion, dreimal reiste er ohne Punkt ab. Ein Tor kassiert, null erzielt. Die Zahlen schreien nach einem erneuten Heimsieg.

Warum freiburg gegen heidenheim nicht nur gewinnt, sondern dominiert

Die Fakten sind hart für Heidenheim: Auswärts holte die Mannschaft von Frank Schmidt nur einen Sieg aus 14 Partien, kassierte dabei 29 Gegentore. Die 2,07 Gegentore pro Spiel sind Liga-Bestwert – nur leider rückwärts. Freiburg hingegen schoss in den letzten 20 Heimspielen 14 Siege heraus, verlor nur zweimal. Das letzte Mal gegen Bayern, nicht gegen Abstiegskandidaten.

Julian Schuster kann rotieren, ohne an Gefahr zu verlieren. Röhl, Sallai oder Höler haben sich beim 3:0 in der Conference League warm geschossen. Die Dreifachbelastung schlägt sich bei Freiburg selten in den Beinen nieder, weil der Kader tief ist und der Trainer munter durchwechselt. Die Quote 1,62 auf einen Heimsieg bei AdmiralBet ist kein Geschenk, aber eine faire Risiko-Rendite für ein Match, das nach Plan verläuft.

Heidenheims offensiv-notstand und die hohe wette auf tore

Heidenheims offensiv-notstand und die hohe wette auf tore

Der FCH muss gewinnen, sonst wird die Abstiegszone zum Dauerbüro. Also wird Schmidt früh pressen, die Räume öffnen – und genau das lieben Freiburgs Außenbahnen. In fünf der letzten sieben Heidenheim-Spiele fielen mindestens drei Tore. Freiburg traf in 13 der letzten 15 Heimspiele mindestens zweimal. Die Kombiwette „beide treffen & über 2,5“ zu 1,80 schmeckt nach Logik, nicht nach Hoffnung.

Die asiatische Linie über 2,75 bei bet365 (1,72) ist das Sahnehäubchen: Bei genau drei Treffern gibt’s den Einsatz zurück, bei vier den vollen Gewinn. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt längst über 50 Prozent, wenn Heidenheim hinten offen steht und Freiburg vorne noch Lust verspürt.

Wer jetzt denkt, dass Freiburg nach Europa müde wirkt, sollte die Minutenverteilung studieren: Schuster wechselte gegen Midtjylland auf fünf Positionen, ließ Grifo und Höler sogar ganz raus. Die Beine sind frisch, der Kopf klar. Und der Gegner liefert die Einladung selbst mit.

Am Sonntagabend dürfte die Heimserie stehen: vier Spiele, vier Siege, ein Tor. Für Heidenheim bleibt nur die tröstliche Gewissheit: Nach Freiburg kommt’s nicht schlimmer. Oder doch?