Freiburg dominiert: giráldez blickt nach europa – und aspas’ zukunft?
Das Echo des deutlichen 1:3 gegen den FC Freiburg in der Europa League hallt noch nach im Estadio de Balaídos. Trainer Claudio Giráldez zeigte sich nach dem Abpfiff zwar enttäuscht, ließ aber erkennen, dass der Fokus bereits wieder auf der Liga und dem ambitionierten Ziel, die Rückkehr in den europäischen Wettbewerb zu erreichen, gerichtet ist. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Zukunft der Vereinsikone Iago Aspas.
Die analyse des freiburg-sieges
Giráldez betonte, dass Freiburg in der Summe verdientermaßen als Sieger hervorgegangen sei. „Sie waren in physischen Duellen und bei wichtigen Momenten des Spiels einfach überlegen. Der erste Treffer fasst das Spiel gut zusammen. Wir haben versucht, in der zweiten Halbzeit Druck aufzubauen und mehr Chancen zu kreieren, aber wir waren insgesamt nicht stark genug, um die Serie zu drehen und ins Halbfinale einzuziehen. Es ist eine bittere Erkenntnis, aber wir müssen ehrlich sein: Freiburg war die bessere Mannschaft.“
Besonders kritisch sah Giráldez die fehlende Aggressivität im Vergleich zum Hinspiel an. „Wir haben nicht mit der gleichen Intensität begonnen wie in Freiburg. Im Abschluss fehlte uns die nötige Durchschlagskraft. Wir hatten drei bis vier vielversprechende Situationen, die wir hätten nutzen müssen, um mehr Druck auszuüben.“ Die fehlende körperliche Präsenz in entscheidenden Zweikämpfen wurde ebenfalls thematisiert.

Die laliga-chance und der traum von europa
Trotz des schmerzlichen Ausscheidens im Europapokal blickt Giráldez positiv in die Zukunft. „Wir müssen uns schnell erholen und zurückkehren zu unserem bestmöglichen Leistungsniveau. Entscheidend ist nun, dass wir unsere Chancen in der LaLiga nutzen und uns für die nächste Saison für einen erneuten Start in Europa qualifizieren. Das ist unser großes Ziel und es muss uns jetzt Kraft geben.“

Die frage nach iago aspas
Die Personalie Iago Aspas sorgte für zusätzliche Gesprächsstoff. Giráldez bestätigte, dass er mit dem Kapitän gesprochen habe. „Wir haben über seine Einsatzzeit diskutiert. In einer hypothetischen Aufholjagd hätte ich ihn in den letzten 30 oder 45 Minuten gebracht, da ich ihm eine Schlüsselrolle zutraue. Er ist unser Anführer, und es tut mir leid, ihn in dieser Situation zu sehen. Ich hoffe, dass die Unterstützung der Fans ihm die Kraft gibt, auch im nächsten Jahr für uns zu spielen. Er befindet sich in einer wichtigen Phase seiner Karriere, und ich bin davon überzeugt, dass er bleiben wird – das ist meine persönliche Meinung.“
Die Wertschätzung für die Fans und die Mannschaft ist ihm sichtlich wichtig. „Ich bin unglaublich stolz darauf, Trainer dieses Teams zu sein und ein Teil dieses Vereins zu sein. Ich möchte diese Erfahrung unbedingt wiederholen und gemeinsam mit den Spielern und den Fans weitere Erfolge feiern.“ Das Ausscheiden aus den Halbfinals schmerzt, aber die Motivation für die kommende Saison ist ungebrochen.
Die Saison mag enttäuschend in Europa geendet haben, doch die Leistungen in der Liga und die Entwicklung der Mannschaft lassen auf eine vielversprechende Zukunft hoffen. Die Frage, ob Iago Aspas, eine Legende des Vereins, sich für eine weitere Reise entscheiden wird, bleibt spannend. Eine Sache steht jedoch fest: Der Celta de Vigo wird alles daransetzen, im nächsten Jahr wieder auf europäischer Bühne zu spielen.
