Frauen-bundesliga: kooperation mit dem dfb gescheitert – was jetzt passiert

Streit um die zukunft der liga

Die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga haben sich gegen die Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) entschieden. Trotz intensiver Verhandlungen konnten keine Einigung erzielt werden. Dieser Schritt markiert einen weiteren Wendepunkt in der Diskussion um die zukünftige Ausrichtung des Frauenfußballs in Deutschland. Die Vereine sehen ihre Vorstellungen von einer Professionalisierung und besseren Vermarktung der Liga nicht erfüllt.

Ablehnung des joint ventures

Ablehnung des joint ventures

Auf ihrer ersten Mitgliederversammlung am Donnerstag lehnten die Vereine das vorgeschlagene Joint Venture ab. Laut einer Mitteilung von Eintracht Frankfurt wurden die vom DFB kommunizierten Positionen und Rahmenbedingungen als nicht ausreichend bewertet. Die Vereine fordern mehr Eigenständigkeit und Einfluss bei wichtigen Entscheidungen, insbesondere in finanziellen Fragen. Die Zukunft der Liga steht nun erneut auf dem Prüfstand.

Die zentralen streitpunkte

Die zentralen streitpunkte

Die zentralen Streitpunkte drehten sich um die finanzielle Verteilung und die Entscheidungsfindung. Der DFB hatte ursprünglich eine Investition von 100 Millionen Euro über acht Jahre in Aussicht gestellt, während die Vereine mit Ausgaben von 300 bis 900 Millionen Euro rechnen, um die Liga nachhaltig zu verbessern. Die Vereine wollen die Kontrolle über die Mittel und die strategische Ausrichtung behalten.

Fbl e.v. sucht alternative wege

Fbl e.v. sucht alternative wege

Der Frauen-Bundesliga FBL e.V. wird nun alternative Formen der Zusammenarbeit mit dem DFB suchen. Präsidentin Katharina Kiel betonte, dass die Zukunft der Liga von den Vereinen gestaltet werden muss, die die größte Investitions- und Umsetzungsverantwortung tragen. Es geht darum, eine Governance zu schaffen, die Wachstum fördert und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

Gründung des ligaverbands im dezember

Gründung des ligaverbands im dezember

Die Gründung des unabhängigen Ligaverbands im Dezember 2025 war bereits ein Zeichen des wachsenden Unmuts der Vereine gegenüber dem DFB. Die Vereine warfen dem Verband vor, sich nicht an getroffene Vereinbarungen zu halten. Dieser Schritt signalisierte den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit und Kontrolle über die Belange der Frauen-Bundesliga.

Dfb bedauert die entscheidung

Dfb bedauert die entscheidung

Der DFB bedauerte die Entscheidung des FBL e.V. und betonte aber weiterhin die Bereitschaft zu Gesprächen über die Professionalisierung der Liga. Man wolle an guten Lösungen arbeiten und die internationale Entwicklung des Frauenfußballs berücksichtigen. Der Prozess habe jedoch wichtige Fragen geklärt, die in zukünftigen Gesprächen berücksichtigt werden sollen.

Ausblick und weitere schritte

Ausblick und weitere schritte

Die Zukunft der Frauen-Bundesliga bleibt ungewiss. Es ist noch offen, wann und wie die neue Organisation an den Start gehen wird. Die Vereine müssen nun einen klaren Plan für die Weiterentwicklung der Liga entwickeln und eine tragfähige Lösung mit dem DFB aushandeln. Die Professionalisierung und Vermarktung der Liga stehen weiterhin im Fokus.

Hintergrund: die forderungen der vereine

  • Mehr Eigenständigkeit bei Entscheidungen
  • Größere finanzielle Kontrolle
  • Verbesserung der Infrastruktur
  • Erhöhung der Mindestgehälter für Spielerinnen
  • Ausbau der Nachwuchsförderung