Franziska preuß beendet karriere mit einem lächeln – olympia als perfekter abschied

Ein erfülltes ende für die biathlon-königin

Mit dem olympischen Massenstart am 22. Februar 2026 endete die beeindruckende sportliche Laufbahn von Franziska Preuß. Auch ohne die ersehnte Einzelmedaille zeigte sich die Bayerin glücklich und erleichtert. Nach Jahren im Spitzenbiathlon genoss sie den Start in ein neues Leben, befreit von dem Druck und den Erwartungen.

Die last fällt von den schultern

Die last fällt von den schultern

„Man konnte es kaum erwarten, dass es rum ist“, gestand Preuß strahlend. Sie hatte bereits länger gespürt, dass die absolute Überzeugung und Leidenschaft für den Sport nachließen. „Mit den Spielen habe ich es doch geschafft, mich zu motivieren“, erklärte die Deutsche Sportlerin des Jahres nach ihrem 28. Platz. Doch sie erkannte, dass der Biathlon mehr verlangt als nur Motivation – er erfordert eine tiefe Leidenschaft, die sie nicht mehr in vollem Umfang verspürte.

Einzelmedaille nicht entscheidend

Einzelmedaille nicht entscheidend

Dass die erhoffte Einzelmedaille im letzten Rennen ihrer Karriere ausblieb, spielte für Preuß keine Rolle. „Auf der letzten Runde habe ich mich nicht mehr gestresst. Ich konnte schon ein bisschen mit den Zuschauern feiern“, berichtete sie. Gemeinsam mit der italienischen Biathletin Dorothea Wierer, die ebenfalls ihre Karriere beendete, drehte sie eine Ehrenrunde im Stadion von Antholz.

Vorfreude auf ein neues leben

Nun blickt die 31-Jährige voller Vorfreude auf ein Leben ohne den Leistungsdruck des Biathlons. „Es ist jetzt einfach egal, wenn man mal ein bisschen angeschlagen ist. Es ist wurscht, ob es dann eine Woche oder zehn Tage dauert, bis man wieder fit ist“, sagte Preuß, die in ihrer Karriere oft von gesundheitlichen Problemen geplagt wurde. Sie freut sich darauf, mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen zu können.

Familie und weihnachten im kreis der liebsten

„Man kann sich mit der Familie wieder treffen, ohne Angst haben zu müssen, dass man sich was einfängt“, so Preuß. Besonders freut sie sich darauf, Weihnachten endlich wieder im Kreise ihrer Familie zu feiern und nicht mehr im Trainingslager verbringen zu müssen. Die Entbehrungen hatte sie zwar immer gerne in Kauf genommen, „wenn man dafür im Winter gut ist“, aber jetzt sei es gut, dass sich das ändert.

Erinnerungen an team und erfolge

Preuß hat ihren geliebten Sport zwar abgeschlossen, aber bestimmte Dinge wird sie dennoch vermissen. „Das Team, die Freundschaften über die Jahre – das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagte sie. Auch das Gefühl, schwierige Situationen gemeistert zu haben, und der Moment, wenn man über die Ziellinie fährt, werden ihr in Erinnerung bleiben. Die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison blickt zurück auf eine erfolgreiche und erfüllte Karriere.

Ein abschied mit respekt und dankbarkeit

Franziska Preuß verabschiedet sich nicht nur von ihrer sportlichen Karriere, sondern auch von einer Lebensweise, die geprägt war von Disziplin, Leidenschaft und Entbehrungen. Ihr Abschied ist ein Zeichen dafür, dass es manchmal der richtige Schritt ist, auf seinen Körper und seine innere Überzeugung zu hören. Ihr Vermächtnis im deutschen Biathlon wird weiterleben.