Frankfurt verspielt 2:0-führung und titeltraum – freigang schlägt alarm

2:0 nach 33 Minuten, dann Blackout: Eintracht Frankfurt kassiert vier Gegentore in Folge und verliert bei Werder Bremen mit 2:4. Der Traum vom Double ist zerplatzt, Laura Freigang nennt das, was ihre Mannschaft danach ablieferte, schlicht „nicht gut genug“.

Die 2:0-führung war ein schleier

Es war dieselbe Selbstüberschätzung, die Frankfurt schon im Pokal gegen Wolfsburg kostete. Diesmal halfen 60 Prozent Ballbesitz und 20 Torschüsse nichts, weil nur fünf davon auf das Tor gingen. „Wir sind arrogant gewesen“, sagte Nina Lührßen, ein ehemalige Bremerin, die das Geschehen von der Seitenlinie aus mit ansehen musste. Die Bremerinnen dagegen verwandelten ihr erstes richtig zustellbares Preschen in Gelb: Larissa Mühlhaus donnerte den Ball aus 22 Metern in den Winkel – Tor des Monats, keine Frage.

Trainerin Fritzy Kromp hatte vor der Partie intern die Reißleine gezogen, ließ ihre Spielerinnen Videoschnitte der jüngsten Pleiten analysieren. Die Antwort war ein 4:2, das Werder auf Platz fünf katapultiert und Frankfurt auf 33 Punkte zurückwirft – nur noch ein Vorsprung auf Bremen, ein Spiel mehr auf der Uhr. Die Tabelle lügt nicht.

Mara alber trifft – und beweist kromp recht

Mara alber trifft – und beweist kromp recht

Die 20-jährige Leihgabe aus Chelsea traf nach vier Einsätzen zum ersten Mal. „Wir sehen es jeden Tag im Training“, sagte Kromp, „sie weiß, wo das Tor steht.“ Albers Linksschuss zum 3:2 war keine Glanztat, aber der Moment, in dem der Knoten platzte. Den Rest erledigte Mühlhaus mit dem Freistoßhammer, der Keeperin Pelovic keine Chance ließ.

Frankfurt muss nun am Mittwoch gegen Hoffenheim ran, das mit einem 4:0 gegen Essen vorbeigezogen ist. Verliert die Eintracht erneut, rutscht sie auf Rang vier ab – und die Champions-League-Plätze rücken in weite Ferne. Freigang packt es zusammen: „Wir haben die wichtigen Zweikämpfe verloren, weil wir dachten, das Spiel sei gelaufen.“ Ein Satz, der für den Rest der Saison im Raum steht.