Fortuna düsseldorf: mislintat entlassen – arabi übernimmt!
Schock in Düsseldorf: Nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt ist Sven Mislintat (53) bei Fortuna Düsseldorf Geschichte. Der Aufsichtsrat traf eine Entscheidung, die viele überrascht, und die den Neustart in der 3. Liga erschwert. Der Abschied vom einstigen Dortmunder Talentscout ist bereits beschlossene Sache und wird am Sonntag offiziell bekannt gegeben.

Arabi kehrt zurück – ein bielefelder rückkehrer rettet fortuna?
Die Trennung von Mislintat, die offenbar einvernehmlich zustande kam, markiert das Ende einer ambitionierten, aber letztlich gescheiterten Vision. Der Manager hatte angekündigt, den Verein grundlegend zu verändern – ein Unterfangen, das nach dem Abstieg in die 3. Liga scheinbar aussichtslos erschien. Nun kommt Samir Arabi (47), der gebürtige Aachener, zurück nach Düsseldorf. Seine Ankunft gleicht einer Art Rettungsaktion, denn Fortuna steckt derzeit in einer schwierigen Lage.
Arabi, eine Legende bei Arminia Bielefeld, bringt eine beeindruckende Bilanz mit: vier Aufstiege, darunter drei von der 3. in die 2. Liga und einmal in die Bundesliga. Doch auch er erlebte bittere Abgänge, bevor er selbst seinen Rücktritt in Bielefeld verkündete. Ob er den Neustart in der 3. Liga bei Fortuna gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Ein Rechtsstreit überschattet den Umbruch: Parallel zu den Personalwechseln gibt es einen weiteren Schlag für Fortuna. Ein ehemaliger Trainer hat seine Kündigung aus der vergangenen Saison angefochten und droht damit, den Verein vor Gericht zu belangen.
Die Gerüchte um Mislintats Rauswurf kursierten bereits seit Mittwoch, nachdem der Aufsichtsrat sich nach dem Abstieg erstmals wieder getroffen hatte. Doch was wirklich hinter der Entscheidung steckt, ist komplexer als eine rein sportliche Bewertung. Denn während Mislintat bereits an neuen Verträgen für Spieler wie Florian Kastenmeier und Matthias Zimmermann feilte und die Rückholaktion von Jorrit Hendrix vorantrieb, soll es im Verein zu internen Spannungen gekommen sein.
Mehrere Personen innerhalb des Teams und des Umfelds sollen sich gegen Mislintats Arbeitsweise gewehrt haben. Seine angeblich unstrukturierte Art und sein stures Festhalten an Markus Anfang (51) stießen auf Widerstand. Auch mit dem Aufsichtsrat geriet der Ex-Dortmunder aneinander. Die Entscheidung für Arabi ist also nicht nur eine sportliche, sondern auch eine strategische – und ein Versuch, die internen Konflikte zu beenden.
Alexander Jobst, der Klub-Boss, genießt weiterhin das Vertrauen des Aufsichtsrats, während die Zukunft von Finanzvorstand Arnd Hovemann (52) ungewiss bleibt. Die Uhr tickt: Die Vorbereitung auf die 3. Liga beginnt in nur einem Monat, und Trainer Alexander Ende (46) benötigt dringend eine intakte Mannschaft. Ob Fortuna es schafft, sich mit Arabi an der Spitze zu stabilisieren und den Abstieg zu kompensieren, wird sich zeigen. Der Neustart ist kompliziert, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
