Fortuna düsseldorf: allofs gesteht verantwortung für abstiegskampf

Dramatik in Düsseldorf: Fortuna taumelt in Richtung 3. Liga und der ehemalige Sportchef Klaus Allofs räumt ein, einen Teil der Verantwortung für die desaströse Entwicklung zu tragen. Fünf Niederlagen in Serie, der Absturz auf den 17. Platz – die Aufstiegsambitionen sind längst verpufft, und Dynamo Dresden am kommenden Freitag könnte den finalen Schlag setzen.

Ein transfersommer, der schief lief

Allofs, der im Dezember 2025 gemeinsam mit Sportdirektor Christian Weber seinen Posten verlor, sprach bei Welt TV Klartext: „Ich habe von der sportlichen Seite natürlich meinen Anteil daran. Wir haben einen ganz schlechten Transfersommer gehabt.“ Die Kaderzusammenstellung erwies sich als Fehlbesetzung, viele Neuzugänge konnten die Erwartungen schlichtweg nicht erfüllen. Der Trainerwechsel im Oktober 2025 von Daniel Thioune zu Markus Anfang brachte ebenfalls keine Wende, sondern verschärfte die Lage sogar. Anfang musste schließlich im April 2026 gehen, und nun versucht Alexander Endes, das Ruder noch herumzureißen – eine Herkulesaufgabe angesichts der aktuellen Umstände.

Allofs

Allofs' zweifel und die düstere prognose

Der 69-Jährige zeigt sich wenig optimistisch. „Jetzt hat sich eine Situation ergeben, die bedenklich ist“, so Allofs. „Man muss fast das Schlimmste befürchten.“ Die Hoffnung ruht nun auf Alexander Endes und seinem Team, doch die kommende Woche wird entscheidend sein. Fortuna hat es selbst in der Hand, doch das Restprogramm ist alles andere als leicht.

Am Freitagabend empfängt man Dynamo Dresden, gefolgt von Duellen gegen Schalke und Elversberg – zwei Aufstiegskandidaten. Der letzte Spieltag bringt dann ein direkter Konkurrent, Greuther Fürth, ins Rheinstadion. Nur dank der besseren Tordifferenz liegt Eintracht Braunschweig derzeit vor Düsseldorf auf dem ominösen Relegationsrang. Ein Punkt trennt die Rheinländer vom rettenden Ufer – ein hauchdünner Vorsprung in einer nervenaufreibenden Situation.

Die Fans bangen, die Verantwortlichen schwitzen, und Klaus Allofs blickt mit schwerem Herzen auf die Misere zurück. Ein Transferfenster, das alles kaputt gemacht hat, ein Trainerkarussell, das den Verein destabilisierte – Fortuna Düsseldorf steht vor dem Abgrund.