Forte springt vom spielfeldrand ins tv-studio – blue sport holt sich den ex-winterthur-coach
Uli Forte schaltet einen Gang zurück, aber bleibt im Rampenlicht. Nach dem abrupten Ende bei Winterthur schlüpft der 51-Jährige ab sofort in die Rolle des TV-Experten – und liefert am Samstag direkt beim Super-League-Kracher seine erste Analyse.
Blitzstart statt einlauf: forte debütiert in «heimspiel» und live im stadion
Der Countdown läuft. Bereits am Freitag gastiert Forte in der Talkrunde «Heimspiel», nur 24 Stunden später sitzt er beim Topspiel am Kommentatortisch. blue Sport verpflichtet damit jemanden, der die Liga kennt wie kaum ein Zweiter: 13 Jahre Super League, 189 Spiele als Coach, sieben Klubs, ein deutscher Zwischenstop in Bielefeld.
Für den Sender heißt das: kein theoretisches Lehrbuch-Wissen, sondern Stories aus der Kabine. «Ich will erklären, warum ein Trainer in der 78. Minute wechselt, was vor dem Derby im Bus passiert, warum ein Spieler plötzlich die Laufwege vergisst», sagt Forte. Der Blickwinkel wechselt – nicht die Intensität.

Winterthur-debakel als tempobeschleuniger
Die Trennung im Oktober war ein Einschnitt. Kein Sieg in acht Partien, die Luft raus. Für Forte kommt der TV-Job daher genau zur richtigen Zeit. «Ich brauche den Nährstoff Fußball, aber ich brauche auch Distanz, um neue Energie zu tanken», gibt er zu. Die Leidenschaft bleibt, die Kompetenz sucht sich ein neues Format.
blue Sport-Chef Sacha Rabe betont: «Wir wollen echte Insider. Keine Berufskommentatoren, sondern Leute, die morgen wieder auf der Bank sitzen könnten.» Forte passt ins Profil: eloquent, kampfbetont, selten diplomatisch. Seine erste Live-Analyse gilt wohl dem FC Zürich – den er einst selbst coachte. Ironie des Fußballs.
Die Rechnung ist einfach: Je ensliger die Meisterschaft wird, desto wertvoller die Stimmen, die sie durchleuchten. Forte liefert ab Samstag eine davon – und verlegt den Schiedsrichterpfiff ins Wohnzimmer. Die Karriere als Trainer ruht, der Kommentar läuft auf Hochtouren.
