Forster und wedde tragen deutschlands fahne – ohne einmarsch

Anna-Lena Forster und Jörg Wedde sind Deutschlands Fahnenträger bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo – aber einen klassischen Einmarsch wird es für sie nicht geben. Deutschland boykottiert die Eröffnungsfeier am Freitagabend in Verona, weil russische und belarussische Athleten unter eigener Flagge starten dürfen. Statt im Amphitheater werden Forster und Wedde in vorab aufgezeichneten Einspielern zu sehen sein.

Ein boykott mit zwei gesichtern

Ein boykott mit zwei gesichtern

Der Deutsche Behindertensportverband hat die Entscheidung am Tag vor der Zeremonie offiziell verkündet – Solidarität mit der Ukraine als zentrales Argument, ergänzt durch den schlichten Hinweis auf die langen Anfahrtswege. Denn Forster startet bereits am Samstagmorgen in Cortina in ihr erstes Abfahrtsrennen, Wedde hat mittags in Mailand das erste Vorrundenspiel. Die Logik ist nachvollziehbar. Das Unbehagen bleibt trotzdem.

Wedde bringt es auf den Punkt: Es sei „mit einem weinenden und einem lachenden Auge