Formel-1: ferrari testet zukunft – mclaren und mercedes folgen

Die Formel-1-Saison steht still, aber die Entwicklungsarbeit läuft auf Hochtouren. Während die Bahrain- und Saudi-Arabien-Rennen gestrichen wurden, nutzen die Teams die Zwangspause, um ihre Boliden für den bevorstehenden Grand Prix in Miami zu optimieren. Besonders Ferrari zeigt sich dabei äußerst aktiv.

Ferrari plant umfassende tests in mehreren anlagen

Ferrari plant umfassende tests in mehreren anlagen

Die Scuderia aus Maranello hat einen ambitionierten Plan ausgearbeitet, der Tests in Mugello, Fiorano und Monza umfasst. Bereits zu Beginn des Monats wurden im Mugello Testfahrten mit den Ersatzpiloten Antonio Giovinazzi, Arthur Leclerc und Antonio Fuoco durchgeführt. Dabei wurde die SF-25 im Rahmen eines TPC-Tests (Test Previous Cars) eingesetzt. Am morgigen Donnerstag, dem 9. April, steht dann der Einsatz der Stammfahrer mit der SF-26 in Fiorano an, bei dem Pirelli neue Reifen testen wird.

Lewis Hamilton wird dabei eine spezielle Version des 2026er-Boliden steuern, die für die neuen Reifentests angepasst ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung der „Super-Intermedia“, dem zukünftigen Reifen für Nässe.

Auch das Verhalten der SF-26 unter „kontrollierten“ Nassbedingungen wird in Fiorano analysiert – eine wertvolle Erfahrung, die im Laufe der Saison von großem Nutzen sein könnte. Ein Wochenende im Regen? Dann könnte das Wissen über das Verhalten des Fahrzeugs auf nasser Strecke entscheidend sein für die Optimierung von Setup, Reifenmanagement und Strategie.

Doch das war noch nicht alles. In Monza ist für Ende des Monats ein Filming Day geplant, bei dem Leclerc und Hamilton die 2026er-Version des Boliden auf der anspruchsvollen Strecke testen werden, um die Energierückgewinnung zu optimieren. Zurück in Miami wird voraussichtlich das „Macarena“-Heck wieder zum Einsatz kommen, ein zentrales Ziel des technischen Teams, das an einem umfassenden Aerodynamik-Paket arbeitet.

Neben Ferrari sind auch McLaren und Mercedes in die Testaktivitäten involviert. Am 14. und 15. April werden sie ihre Boliden am Nürburgring testen, wobei der Fokus auf Trockenreifen liegen soll. Dieser Termin markiert die Rückkehr der Formel 1 auf den legendären Kurs, wenn auch in seiner modernen Ausführung. Auch Leonardo Fornaroli, Reserve Driver von McLaren, könnte dort sein Debüt geben und wertvolle Kilometer sammeln.

Die Teams nutzen also die Zwangspause bestmöglich, um die Weichen für die kommenden Rennen zu stellen. Die Entwicklung geht unaufhaltsam weiter – die Formel 1 steht vor einem spannenden Kapitel.