Folgueiras raus, mara allein: spaniens letzte march-maschine jagt die final four
Ein Neuner-Debakel, ein Neuner-Abschied. Álvaro Folgueiras verließ nach 87 Sekunden zweiter Halbzeit für immer das Parkett, neun Minuten blieben ihm im Elite-Eight-Crunch gegen Illinois – und genau diese Neun-Minuten-Schablone steht für Iowas ganzen Kollektivkater: 59:71, Saison vorbei, Traum begraben.
Wagler und stojakovic schreiben die rechnung
Tommy Wagler traf fünf Dreier, brannte 25 Punkte in die Netze; Andrea Stojakovic, Sohn von NBA-Legende Peja, legte weitere 17 nach. Beide schalteten nach der Pause einen Gang hoch, während Iowa im eigenen Tempowechsel nur noch Stottern produzierte. Die Hawkeyes lagen einmal zehn vor, aber was nützt eine Zehn-Punkte-Ausbeute, wenn man sie in der Kabine vergessen hat?
Für Folgueiras war’s die verkorkste Generalprobe im Leben des 22-jährigen Malagueños. Kein Korbleger, nur ein Block und ein Steal – Statistiker hätten mehr Platz auf dem Blatt für sein Enttäuschungsgesicht gehabt. „Ich war einfach nicht da – weder als Team noch als Individuum“, sagte er mit tränennaßem Blick, der noch die Nachwirkungen der Illinois-Dreierbögen reflektierte.

Aday mara trägt jetzt die spanische fahne
Mit dem Abpfiff in Des Moines löschte sich ein Name von der March-Madness-Heldenliste, doch eine Flagge bleibt: Aday Mara, der 2,21-Meter-Mast der UCLA Bruins, steht heute Nacht gegen Tennessee vor seiner eigenen Schicksalsstunde. Schlägt er sich in die Final Four, wird er zum ersten Spanier überhaupt, der diese Marke im College-Basketball erreicht – ein Eintrag, der sogar die goldenen Seiten von Folgueiras’ Vorrunden-Taten in den Schatten stellt.
Die Illini jedenfalls feiern bereits, während in Iowa City nur das Echo der letzten Buzzer-Seconds durch die leeren Gänge hallt. March Madness? Bleibt ein Monat voller Raserei – und für einen Spanien-Sprinter ist die Bahn noch lange nicht zu Ende.
