Flora tabanelli holte olympia-bronze mit gerissenem kreuzband
Achtzehn Jahre alt, ein gerissenes Kreuzband im Knie – und trotzdem auf dem Olympiapodest. Flora Tabanelli holte bei den Olympischen Spielen im Big Air die Bronzemedaille und schrieb damit eine Geschichte, die man sich eigentlich nicht ausdenken kann. Was die Italienerin dabei wirklich geopfert hat, wurde erst danach sichtbar.
Konservative behandlung als riskante wette auf gold
Vor den Spielen entschied sich Tabanelli bewusst gegen eine sofortige Operation. Der Kreuzbandriss wurde konservativ behandelt – Physiotherapie, Stabilisierung, Schmerzkontrolle. Keine Skalpelle, kein Krankenhaus, keine Gewissheit. Nur der Glaube daran, dass der Körper noch einmal mitmacht. Und er tat es.
Ihr Sprung zu Bronze war kein Zufallstreffer. Es war das Ergebnis monatelanger Arbeit unter Bedingungen, die die meisten Athleten in die Reha-Kabine geschickt hätten. Mailand, wenige Tage nach der Medaillenzeremonie: Der Operationssaal konnte nicht länger warten. Der Eingriff, den sie so lange hinausgezögert hatte, wurde fällig.

Was sie selbst dazu sagt
Auf Instagram schrieb Tabanelli über die Monate vor den Spielen mit einer Offenheit, die man selten liest: „Es hat schwierige Momente gegeben, aber die Olympiamedaille hat mich für all die Opfer entschädigt. Ich habe mein Ziel und meinen Traum erreicht.
