Flick reduziert training auf zwei sessions: barça ohne stars

Hansi Flick schraubt das Trainingsprogramm des FC Barcelona auf das absolute Minimum herunter. Nur zwei Einheiten stehen diese Woche auf dem Plan, weil der Kader sich auf zwölf verschiedenen Nationalstationen verteilt und im Trainingszentrum Sant Joan Despí nur noch drei Profis zur Verfügung stehen.

Die lage in zahlen: 15 abgänge, drei verletzte, drei feldspieler

Die lage in zahlen: 15 abgänge, drei verletzte, drei feldspieler

Gavi, Casadó und der polnische Keeper Szczesny bilden das komplette A-Kader am Spielfeldrand. Der Rest ist abgestellt oder in der Reha. Koundé, Balde und De Jong fehlen ohnehin seit Wochen. Für die Rondos und taktischen Formationsübungen musste Flick gestern auf sieben Nachwuchskräfte zurückgreifen – vom Barça Atlètic bis zum Juvenil A reicht die Rangelei.

Der Deutsche nutzt die Lücke, um Einzelgespräche zu führen und die Belastungssteuerung neu zu justieren. Die Daten der zurückkehrenden Nationalspieler werden in Echtzeit an das Performance-Team übermittelt, damit am Montag nach der kurzen Atempause sofort individuelle Mikrozyklen starten können. Weniger als 60 Tage bleiben bis zum Saisonende 2025/26, und der Vorsprung auf Real Madrid beträtt nur zwei Punkte.

Die Knackpunkte folgen Schlag auf Schlag: Auswärts in Mestalla, das Clásico im Camp Nou und das Finale der Copa del Rey. Flick will verhindern, dass seine Stars mit überhöhten Minutenzahlen aus der Länderspielpause zurückkehren. Deshalb hat er den Medienzugang komplett gestrichen – keine Interviews, keine offenen Trainingseinheiten, nur ein internes Leistungsportal, das jeden Tag neue Blutwerte speichert.

Die nächste Einheit ist für morgen früh angesetzt, dann geht das Team auf 48 Stunden Tiefschlaf. Die Spieler erhalten personalisierte Erholungsboxen: Kompressionsboots, Schlafmasken und ein individueller Mikronährstoff-Mix. Wer denkt, dass bei Barça nur die Stars glänzen, irrt – hier zählt aktuell jede Herzfrequenz. Die Maschine läuft auf Sparflamme, aber sie soll in den letzten neun Wochen noch einmal Vollgas geben.