Flensburg-handewitt bezwingt wetzlar – 28 jahre auswärtsfluch hält an

Sg flensburg-handewitt triumphiert über hsg wetzlar

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Daikin Handball-Bundesliga den erwarteten Sieg gegen das Tabellenschlusslicht, die HSG Wetzlar, mit xx:xx (20:17) gefeiert. Trotz des Erfolgs tat sich das Team von Trainer Aleš Pajovič schwerer als gedacht. Die Frage, wie Wetzlar überhaupt einen Sieg erringen könnte, stellt sich angesichts der langen Negativserie.

Wetzlars 28-jährige auswärtsmisere in flensburg

Wetzlars 28-jährige auswärtsmisere in flensburg

Seit nunmehr 28 Jahren hat die HSG Wetzlar noch nie ein Auswärtsspiel in Flensburg gewonnen. Diese bittere Serie konnte auch der Neuzugang Andreas Palicka (39) nicht durchbrechen. Der schwedische Nationaltorhüter, der im Sommer zu den Füchsen Berlin wechseln wird, zeigte mit 12 Paraden (inklusive eines Siebenmeters) eine starke Leistung, konnte aber die offensive Übermacht der Flensburger nicht verhindern.

Wetzlar kämpft trotz personalnot

Trotz einer extrem dünnen Personaldecke hielt Wetzlar in den ersten 15 Minuten hervorragend mit. Lediglich drei gesunde Rückraumspieler (Niklas Theiß, Dominik Mappes, Philipp Ahouansou) standen zur Verfügung. Flensburg steigerte sich jedoch und zog auf 16:10 (23.) davon, da Wetzlar zu viele Chancen vergab. Ein spektakulärer Wurf von Palicka über das gesamte Feld sorgte für einen besonderen Moment.

Pajovičs auszeit-taktik und wetzlars kampfgeist

Um den Sieg nicht aus der Hand zu geben, griff Trainer Aleš Pajovič zu einer ungewöhnlichen Taktik: Der verletzte Kent Robin Tønnesen saß als „Aufpasser“ neben ihm auf der Bank. Viele technische Fehler der Flensburger (12 Stück) ermöglichten Wetzlar ein erneutes Aufflammen (22:21/37.), doch der Tabellenletzte konnte den Anschluss nicht halten. Bis zum 26:24 (45.) und 29:27 (50.) blieb Wetzlar eng dran.

Explosive ausraster von trainer pajovič

In den entscheidenden fünf Minuten verlor Aleš Pajovič die Geduld und nahm zwei Auszeiten hintereinander. Er schimpfte seine Stars heftig an: „Was machen wir hier für einen Scheiß? Wir haben noch 15 Minuten, spielt endlich Handball in Angriff und Abwehr, und lasst diese Scheiß-Pässe und diese Scheiß-Würfe!“ Trotzdem kämpfte Wetzlar bis zum Schluss, doch der Mann des Spiels, Benjamin Burić, zeigte mit 17 Weltklasse-Paraden, dass er unüberwindbar war.

Spielstatistik im überblick

TeamPunkte
SG Flensburg-Handewittxx
HSG Wetzlarxx

Der Sieg festigt die Position der SG Flensburg-Handewitt im oberen Tabellendrittel, während die HSG Wetzlar weiterhin im Tabellenkeller feststeckt.