Flamini: vom mailänder mittelfeldspieler zum umweltfreundlichen chemiker

Mathieu Flamini, einst gefürchteter Mittelfeldspieler beim AC Mailand und Arsenal, hat sein Leben komplett verändert. Er ist nicht länger nur Fußballer, sondern ein visionärer Unternehmer, der mit seiner Firma GFBiochemicals die chemische Industrie revolutioniert – und das alles dank einer Idee, die in den Pausen bei Milanello entstanden ist.

Die inspiration aus dem fußball: disziplin und teamgeist

Flamini erzählt die Geschichte, wie er als junger Spieler beim AC Mailand von Silvio Berlusconi inspiriert wurde, über den Tellerrand hinauszuschauen. „Es begann fast wie ein Ventil“, gesteht er. „Wenn ich nicht trainierte, entwickelte ich meine Firma. Die Chemie lehrt Disziplin und setzt klare Ziele – Werte, die ich auch vom Fußball kenne.“ Diese Kombination aus sportlichem Ehrgeiz und unternehmerischem Denken hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist: ein Geschäftsmann, der mit Leidenschaft nachhaltige Lösungen entwickelt.

Heute reist Flamini zwischen London, Paris und anderen internationalen Metropolen, stets angetrieben von der „Droge“ des Adrenalins. Seine Firma GFBiochemicals setzt auf die Produktion von umweltfreundlichen Chemikalien aus Biomasse, eine Alternative zu petrochemischen Produkten. „Wir suchen nach grünen Alternativen für Inhaltsstoffe, die in Produkten wie Shampoos oder Reinigungsmitteln verwendet werden. Unsere Substanzen sind sicherer für die Umwelt und auch für die menschliche Gesundheit.“

Flamini betont, dass er aus seiner Fußballkarriere wertvolle Lektionen mitgenommen hat. „Disziplin, Teamwork, eine klare Vision, Opferbereitschaft und Zielstrebigkeit – all das ist entscheidend, sowohl im Fußball als auch in der Wirtschaft. Die mentale Stärke macht den Unterschied.“

Mehr als nur ein unternehmen: eine mission für die zukunft

Mehr als nur ein unternehmen: eine mission für die zukunft

Flamini sieht seine Arbeit nicht nur als Geschäft, sondern als eine Mission. „Wir haben mehr als 200 Patente und sind die einzigen, die diese Moleküle weltweit produzieren. Es gibt zwar noch wenig Konkurrenz, aber das wird sich ändern.“ Er ist überzeugt, dass die Veränderung der Erzählweise der Schlüssel liegt. „Für mich ist es wichtig, lange und gesund zu leben. Alles beginnt damit. Ich lege Wert auf Performance: Einmal täglich esse ich, trinke drei Liter Wasser und verzichte auf tierische Proteine, um stets klar und aktiv zu sein. Nachhaltigkeit betrifft unser tägliches Leben – von der Umwelt bis zur Qualität der Produkte, die wir konsumieren.“

Er ermutigt Fußballer, ihre Plattform zu nutzen, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. „In Amerika ist es normal, dass Sportler über Geschäftsinteressen sprechen. In Europa wird das oft kritisch gesehen. Aber Fußballer werden von Millionen Menschen verfolgt und haben eine Verantwortung, auch informativ zu wirken.“

Flamini erinnert sich mit Stolz an seine Zeit beim AC Mailand. „Silvio Berlusconi hat mir eine Welt eröffnet. Er war ein Unternehmer, der auf allen Ebenen erfolgreich war – im Fußball, im Business und in der Politik. Er ermutigte uns, uns für etwas außerhalb des Fußballs zu begeistern.“

Er spricht mit Respekt über seinen ehemaligen Trainer Carlo Ancelotti: „Ein zweiter Vater für uns alle. Manchmal sind wir nach dem Training gemeinsam Pizza essen gegangen. Er war immer sehr präsent und nah am Team.“

Die zukunft des mailänder fußballs

Die zukunft des mailänder fußballs

Flamini äußert sich auch zum aktuellen Zustand des AC Mailand. „Ich lebe den Umkleideraum nicht mit, kann also nicht beurteilen, was dort vorgeht. Aber ich denke, ein Trainer braucht die richtigen Worte, um eine Mannschaft auf den Platz zu schicken, die bereit ist, sich für ihn einzusetzen. Und er braucht eine starke Führungsebene, die eine klare Vision teilt.“ Er rät dem Verein zu einer starken Eigentümerstruktur, die auf Kompetenz und Koordination basiert. „Ich bin ein großer rossonero-Fan und wünsche mir die Rückkehr in die Champions League und den Gewinn der Meisterschaft. Aber jetzt gilt es, neu anzufangen.“

Flamini schließt mit einer eindringlichen Botschaft: „Der Mailänder Fußball braucht Liebe für den Verein, Harmonie im Verein und Ehrlichkeit. Es braucht eine klare Linie und eine offene Kommunikation. Das ist nicht einfach, aber es ist möglich.“