Fiva schlägt zurück: 40-jähriger schreibt in montafon skicross-geschichte

Mit 40 Jahren und nichts zu verlieren, hat Alex Fiva im Montafon bewiesen, dass Erfahrung im Skicross noch immer zählt. Rang drei hinter dem kanadischen Turbo Reece Howden und dem italienischen Jungstar Simone Deromedis – das ist kein Trostpreis, sondern ein Statement.

Der bündner zieht dem feld die zähne aus

Während andere seiner Generation längst den Rückwärtsgang einlegen, trat Fiva am Silberberg voll durch. Der Final war ein offener Schlagabtausch: Howden setzte den Sprint, Deromedis nutzte die Lücke, Fiva fuhr die Linie. «Dritter wird man nicht geschenkt», sagte er nach dem Rennen, «man muss sich jeden Zentimeter erkämpfen.»

Im kleinen Finale machte Gil Martin das Rennen zur Personalfrage – Rang fünf, ein Silberstreif für das deutsche Team. Ryan Regez wurde Achter, was für die Schweiz bedeutet: zwei Männer in den Top Ten, ein Erfolg, der sich sehen lassen kann.

Sandra näslund lässt die konkurrenz alt aussehen

Sandra näslund lässt die konkurrenz alt aussehen

Bei den Frauen lief es wieder einmal auf Sandra Näslund hinaus. Die Schwedin feierte bereits ihren achten Weltcupsieg dieser Saison – eine Zahl, die selbst in dieser Sportart atemberaubend ist. Daniela Maier, Olympia-Gold aus Deutschland, musste sich mit Platz zwei begnügen. Talina Gantenbein war die beste Schweizerin, kam im kleinen Final nicht mehr ins Geschoss und wurde Achte.

Die Zahlen sind hart: Näslund gewinnt acht von zehn Rennen, Maier sammelt Podestplätze wie andere Startnummern, und der Rest fragt sich, wie viel noch übrig ist. Für Fiva ist die Antwort klar: so lange die Beine halten, fährt er weiter. Seine nächste Chance kommt schon in zwei Wochen in Idre. Dort will er nicht nur dabei sein – er will wieder ganz nach vorne.