Fiorentina risselt 34 jahre alten fluch – viareggio-cup geht an rijeka
Die 76. Viareggio-Cup-Finale endet mit einem Paukenschlag: HNK Rijeka schlägt ACF Fiorentina 3:0 und schreibt kroatische Fußballgeschichte. Erstmals seit 1970 steht ein jugoslawischer Klub ganz oben auf dem Podest des traditionsreichsten U-19-Turniers der Welt – und dies gleich als Debüt.
Die partie im minutenprotokoll
Schon nach acht Minuten klingelt es im Netz der Viola: Caricato lenkt eine Flanke unglücklich ins eigene Tor. Die Gäste aus Florenz, die beim 19. Finaleinzug den Rekord einstellen, wirken anschließend wie gelähmt. Nach der Pause erhöht Samateh per Kopfball auf 2:0, ehe Kitin mit einem platzierten Schuss in den Winkel den Deckel draufmacht. Die Fiorentina-Akademie, zuletzt 1992 Sieger, muss damit bis auf weiteres auf den ersehnten vierten Titel warten.
Rijekas Coach Goran Gajzler wechselt geschickt durch, bringt frische Beine und lässt seine Mannschaft tief stehen, sobald die Italiener Dampf machen. Die Taktik geht auf: Fiorentina kommt zwar zu 63 Prozent Ballbesitz, doch nur zwei Torschüsse zählen als „big chances“ – beide pariert Torhüter Brzic.

Was die zahlen bedeuten
Die Niederlage setzt Fiorentinas U-19-Abteilung unter Druck. Seit dem Triumph von 1992 verlor der Klub fünf Endspiele in Folge – ein Negativrekord. Für Rijeka hingegen ist der Erfolg ein perfekter PR-Coup: Das Adriastadion soll künftig regelmäßig Talente aus Afrika und Südamerika beherbergen, der Cup-Sieg liefert das Argument.
Seit 2018 hatte kein Team mehr das Finale in der Verlängerung oder per Elfmeter entschieden. Diesmal war nach 90 Minuten alles klar – und die kroatische Fans sangen bis spät in die toskanische Nacht hinein.
