Fioravanti scheitert an der margaret river – pittar fegt die crème de la crème weg
Leonardo Fioravanti ist draußen. Runde drei, Margaret River, zweiter Stopp der World Surf League – und nichts ging mehr. Die Wellen schoben sich wie verklebte Puzzleteile ans Ufer, Gabriel Medina murmelte „Fühlt sich wie Snowboarden an“, und genau in diesem Brei verhedderte sich auch Italiens Hoffnung. Ein Aufwärtshaken des Australiers George Pittar in der letzten Minute riss das Heat weg – 14,00 zu 13,17 Punkten. Fioravanti packt bereits die Koffer Richtung Gold Coast, während Pittar seinen Triumphzug fortsetzt.
Pittars killervolle woche in zahlen
Vier Weltmeister, ein Neuner, ein Karrieredrehbuch, das Hollywood neidisch macht. Pittar löschte nacheinander Filipe Toledo, Yago Dora, Italo Ferreira und Gabriel Medina aus, holte in der vierten Runde mit einem 9,00 die höchste Wertung des Events und schreibt mit gerade einmal 23 Jahren die Underdog-Story der Saison. Zweiter Platz im Gesamtklassement, direkt hinter Medina – ein Satz, der vor sieben Tagen noch absurd geklungen hätte.
Fioravanti hingen die Schultern, als die Punkte aufleuchteten. „Ich wusste, dass eine Welle reichen kann“, sagte er später, „aber sie kam seine Richtung.“ Der Italiener bleibt trotzdem in den Top Ten – Neunter mit exakt denselben Punkten wie Kanoa Igarashi auf Rang acht. Ein kleiner Trost, doch die Lücke zu Spitzenreiter Medina wächst.

Peterson zieht davon, silva bleibt hängen
Auf der Frauen-Seite lieferte Lakey Peterson eine Lehrstunde in Geduld. Die 31-jährige US-Amerikanerin beherrschte die zögerlichen Sets, schraubte sich in der Finalsirene auf 14,83 Punkte und ließ Luana Silva mit 12,50 stehen. Siebter Tour-Sieg, zweiter in Margaret River nach 2019 – und plötzlich teilt sich Peterson die Führung mit Gabriela Bryan, der Siegerin von Bells Beach.
Die Liga zieht nun weiter nach Queensland. Die Gold Coast kehrt 2026 zurück – Window ab 1. Mai, laute Fangränder, Wellen, die so überlaufen sind, dass man sich beim Paddeln anstellt. Für Fioravanni ist die Rechnung einfach: nur noch vier Events, um die nötigen Punkte für die Finals zu sammeln. Pittar indes darf träumen – und die Konkurrenten haben seinen Namen endgültig auf der Rechnung.
