Finn sonnekalb: der 18-jährige hoffnungsträger des deutschen eisschnelllaufs

Finn sonnekalb: der 18-jährige hoffnungsträger des deutschen eisschnelllaufs

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Mit nur 18 Jahren trägt Finn Sonnekalb bereits die Hoffnungen des deutschen Eisschnelllaufs auf seinen Schultern. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo feiert der junge Sportler sein Olympia-Debüt und wird von vielen als die „Zukunft des Eisschnelllaufens“ in Deutschland gehandelt. Trotz des großen Drucks bewahrt er eine beeindruckende Ruhe und gute Laune.

Vater radelt für seinen sohn zu olympia

Sonnekalbs außergewöhnliches Talent hat sogar seinen Vater zu einer besonderen Leistung veranlasst. Um seinen Sohn bei seinem ersten olympischen Auftritt zu unterstützen, trat Gerrit Schädler eine ungewöhnliche Reise an: Er radelte von Erfurt nach Norditalien, um sein im Jahr 2024 gegebenes Versprechen einzulösen. „Wenn du es schaffst, 2026 nach Mailand zu kommen, dann komme ich mit dem Rad runtergefahren“, hatte er seinem Sohn versprochen.

Olympia-debüt auf der 1000m-strecke

Olympia-debüt auf der 1000m-strecke

Am Mittwoch wird Sonnekalb auf seiner Nebenstrecke, den 1000 Metern, sein erstes olympisches Rennen bestreiten. Er kann dabei auf die Unterstützung seines Vaters zählen, der seine Anreise nicht scheute. Vorherige Ergebnisse zeigen, dass Sonnekalb ein vielversprechender Athlet ist. Bei den Olympischen Jugendspielen 2024 in Gangwon und der Junioren-WM 2025 gewann er jeweils drei Titel.

Kein druck, sondern fokus auf persönliche bestleistung

Der 18-Jährige macht sich keinen übermäßigen Druck. „Ich würde gerne in die Top-Plätze laufen. Das wäre echt schön“, sagte Sonnekalb dem SID. „Aber ich mache mir da wirklich keine Platte. Ich mache mein Ding und gucke, wofür es reichen wird.“ Er konzentriert sich darauf, sein Bestes zu geben und die Atmosphäre zu genießen.

Deutschland im eisschnelllauf: eine lange durststrecke

Sonnekalb ist eine Bereicherung für den deutschen Eisschnelllauf, der in den letzten Jahren mit Erfolgen zu kämpfen hatte. Bei den letzten drei Winterspielen in Sotschi, Pyeongchang und Peking blieb Deutschland ohne Medaille. Die Hoffnung, dass Sonnekalb diese Durststrecke in Mailand beenden kann, ist groß, insbesondere auf seiner Paradestrecke, den 1500 Metern (19. Februar).

Erwartungen und die generation z

Patrick Beckert, der in Mailand seine fünften Winterspiele bestreitet, warnt davor, zu hohe Erwartungen an den Jungstar zu stellen. „Man darf nicht vergessen, dass er 18 Jahre alt ist. Er ist die Zukunft des Eisschnelllaufens, aber er sollte nicht die Last tragen, dass er die Medaillen holen muss.“ Sonnekalb verkörpert die Generation Z und tritt mit einer erfrischenden Lockerheit auf, die er gerne in den sozialen Medien teilt.

Der siegeswille als treibende kraft

Sonnekalb liebt das Gefühl des Gewinnens und hat einen unbändigen Siegeswillen. „Ich möchte nicht sagen, dass jemand schneller ist. Ich mag das nicht“, erklärte er. „Jedes Mal, wenn ich auf der Bahn stehe, will ich gewinnen. Ich bin ein Wettkampftyp.“ Im Training bevorzugt er intensive Tempoeinheiten und ist bereit, bis an seine Grenzen zu gehen, sogar „über die Kotzgrenze“ hinaus.

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