Guardiola will 20 millionen von italiens verband – doch er hat schon 320 millionen verdient
Pep Guardiola streckt die Hand aus. 20 Millionen Euro netto pro Jahr verlangt der Katalane von der italienischen Fußballföderation FIGC, um die Nationalmannschaft zu retten. Eine astronomische Forderung? Vielleicht. Doch wer in 17 Saisons über 320 Millionen Euro brutto kassiert hat, spielt in einer anderen Liga.
Vom zweitligatrainer zum teuersten coach der welt
2008 saß Guardiola erstmals auf einer Profibank – beim FC Barcelona. Der ehemalige Zweitligatrainer verdiente lächerliche 1,5 Millionen Euro netto. Nach dem historischen Sextett dürften Bonuszahlungen das Gehalt verdoppelt haben. 2010 schoss sein Vertrag auf 8 Millionen, 2011 dann auf 10 Millionen. In vier Jahren bei Barça: etwa 44 Millionen Euro brutto.
Das Sabbatical 2012/13 unterbrach die Serie nur kurz. Dann kamen die Bayern München mit einem dreijährigen Vertrag, der ihm 17 Millionen Euro brutto pro Saison einbrachte. Insgesamt 51 Millionen für drei Jahre Arbeit – ohne Champions-League-Triumph.

Der city-deal, der alles veränderte
Der Sprung nach England 2016 markierte den endgültigen Durchbruch. Manchester Cityzahlte zunächst 19 Millionen Euro brutto, später 23 Millionen, zuletzt gar 25 Millionen. Über zehn Jahre summiert sich das auf 226 Millionen Euro – und das ohne die fetten Prämien für Titel.
Die Rechnung ist gnadenlos: 44 Millionen bei Barça, 51 Millionen beim Bayern, 226 Millionen bei City. 321 Millionen Euro brutto in einer Karriere, die noch nicht vorbei ist. Die 20 Millionen, die er nun von Italien will, sind für ihn nicht mehr als ein weiterer Vertrag.
Die Frage ist nicht, ob die FIGC zahlen kann. Die Frage ist, ob sie bereit ist, für einen Mann den Markt zu sprengen, dessen Gehaltskurve steiler verläuft als jede Aktie an der Börse. Guardiola hat das Spiel längst gewonnen – bevor er überhaupt unterschreibt.