Fifa-ticket-chaos bei wm 2026: kalifornischer generalstaatsanwalt ermittelt!

Ein dunkler Fleck auf der ansonsten glanzvollen Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika: Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat eine Untersuchung wegen möglicher rechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf eingeleitet. Die FIFA steht damit vor weiteren Ermittlungen, nachdem bereits massive Kritik am Preisgefüge lautgeworden war.

Verwirrung um sitzplatzkategorien sorgt für unmut

Verwirrung um sitzplatzkategorien sorgt für unmut

Der Kern der Problematik liegt in Berichten, wonach die FIFA die Kategorien der Tickets nachträglich geändert haben soll. Fans berichten, dass ihnen Plätze zugewiesen wurden, die einer niedrigeren Kategorie entsprachen als ursprünglich auf den Stadionplänen angezeigt. Ein Vertrauensbruch, so Bonta, der betonte: „Kalifornier sollten darauf vertrauen können, dass die Plätze, die sie kaufen, zu den Angaben im Verkaufsprozess passen.“

Die „The Athletic“ hatte bereits im vergangenen Monat über die Praxis berichtet, bei der über drei Millionen Tickets in vier farblich gekennzeichneten Kategorien verkauft wurden. Dabei sollen Ticketinhaber der Kategorie 1 Plätze in der Kategorie 2 erhalten haben. Die FIFA verteidigte sich mit dem Argument, die Kategorien dienten lediglich als „Orientierungshilfe“ und stellten keine „exakte Sitzanordnung“ dar. Ein Argument, das bei den Fans auf wenig Gegenliebe stößt.

Die Preisgestaltung für die WM 2026 ist ohnehin ein Ärgernis. Das teuerste Ticket für das Finale in New Jersey soll bereits 32.970 US-Dollar kosten – ein astronomischer Betrag, der viele Fans vor eine Zerreißprobe stellt. Im Vergleich dazu kostete das teuerste Ticket der WM 2022 in Katar „nur“ rund 1600 US-Dollar.

Die Forderung des kalifornischen Generalstaatsanwalts ist klar: Die FIFA muss nachvollziehbare Angaben zu den Änderungen an den Sitzplänen liefern. Die Ermittlungen könnten für den Fußball-Weltverband zu einem Imageschaden führen und den ohnehin fragilen Ruf des Verbandes weiter beschädigen. Es bleibt abzuwarten, wie die FIFA auf die Vorwürfe reagieren wird und ob die kalifornische Untersuchung zu weiteren Konsequenzen führt. Die Fans dürfen hoffen, dass die Angelegenheit nicht zu einer weiteren Enttäuschung im Vorfeld des Großereignisses wird.