Fifa setzt auf friedensbotschaft: trikots zeigen neue kampagnen
Drei neue soziale Kampagnen will die FIFA vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) ins Leben rufen – darunter eine Friedensbotschaft, die auf den Trikotärmeln der 48 teilnehmenden Mannschaften prangt. Die Ankündigung erfolgt inmitten zunehmender Kritik an den Menschenrechtsbilanzen der Gastgeberländer.
Einheit, vielfalt und begeisterung im fokus
Präsident Gianni Infantino preist die Kampagnen als Ausdruck eines „großartigen Festes der Einheit, Vielfalt und Begeisterung“. Neben der Friedenskampagne, deren Slogan „Vereint für Frieden“ während der Gruppenphase auf den Ärmeln der Spieler und Offiziellen zu sehen sein wird, setzt die FIFA ihre Initiative „Fußball vereint die Welt“ fort, die sich dem Kampf gegen Rassismus widmet – eine Fortsetzung einer bereits 2022 in Katar gestarteten Aktion. Die Sportförderung, ebenfalls ein Thema in Katar, soll durch die Kampagne „Be Active“ gestärkt werden, um insbesondere junge Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren.
Doch der Schein trügt, so scheint es. Während Infantino von einem „Zeichen für Frieden, Bildung, ein gesundes Leben sowie gegen Rassismus“ spricht, werfen Menschenrechtsorganisationen der FIFA seit Jahren vor, bei der Auswahl der Austragungsorte und der Zusammenarbeit mit Regierungen Menschenrechtsverletzungen zu übersehen und sogar zu unterstützen. Die erneute Betonung sozialer Kampagnen kurz vor einem Turnier in Ländern mit fragwürdigen Menschenrechtsbilanzen wirkt für Kritiker wie ein reiner PR-Schachzug.
Die Kampagnenbotschaften sollen in allen 16 Stadien auf Großbildschirmen und LED-Anzeigen sichtbar sein, um eine maximale Reichweite zu erzielen. Die FIFA hofft, so die öffentliche Wahrnehmung des Turniers positiv zu beeinflussen und von den anhaltenden Kontroversen abzulenken. Bleibt abzuwarten, ob die Friedensbotschaft auf den Trikots tatsächlich mehr bewirken kann als eine reine Inszenierung.

Katar-erbe: fortsetzung der kampagnen
Die Wiederaufnahme der Kampagnen aus Katar ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die FIFA versucht, das Erbe der letzten Weltmeisterschaft aufzugreifen und in neue Initiativen zu integrieren. Ob diese fortlaufenden Bemühungen jedoch tatsächlich zu nachhaltigen Veränderungen führen oder lediglich als Ablenkungsmanöver dienen, bleibt abzuwarten. Die Fußballwelt wird genau hinschauen.
