Fifa blockiert irans ausweichwunsch – wm-teilnahme droht zu kippen

Die Fifa lehnt einen Verlegungswunsch der iranischen Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2026 ab. Das Team aus Teheran soll trotz geopolitischer Spannungen alle Gruppenspiele in den USA austragen – zwei davon sogar in Los Angeles. Ein Ausstieg wäre die logische Konsequenz, doch die Fifa hat keinen Plan B.

Irans regierung zögert, infantino schweigt

Der iranische Sportminister Ahmad Donjamali hat die Teilnahme an der Endrunde bereits öffentlich in Frage gestellt. Grund sind die jüngsten Militärschläge von USA und Israel gegen iranische Ziele. Die Sicherheit der Spieler sei nicht garantiert, lautet die offizielle Begründung aus Teheran. Fifa-Präsident Gianni Infantino hält sich bedeckt. Er spricht von „Sport als Brücke“, verweigert aber konkrete Zusagen.

Die Irritation ist groß. Iran hat sich sportlich souverän qualifiziert, zuletzt 2022 in Katar mit einem Sieg gegen Wales. Nun steht das Team vor dem Aus – und das, obwohl die Fifa keine Ersatzregelung vorbereitet hat. Sollte Iran absagen, dürfte ein asiatischer Nachrücker springen. Welcher? Offen. Wie? Auch offen. Die Fifa vertröstet auf „interne Beratungen“.

Trump spricht von „unangemessen“, taj kontert

Trump spricht von „unangemessen“, taj kontert

US-Präsident Donald Trump hatte die iranische Teilnahme als „nicht angemessen“ bezeichnet – ohne sie jedoch offiziell zu untersagen. Mehdi Taj, Präsident des iranischen Fußballverbandes, forderte daraufhin die Verlegung aller drei Gruppenspiele nach Mexiko. Die Antwort der Fifa: ein klares Nein. Der Spielplan bleibt, wie er am 6. Dezember 2025 veröffentlicht wurde.

Das Turnier rückt näher, der Druck wächst. Ohne klare Regelung droht der erste Boykott einer qualifizierten Mannschaft seit 1950 – damals zog Indien aus Visafragen zurück. Die Fifa schlittert ins offene Messer. Und die Fans? Sie warten auf ein Signal, das vielleicht nie kommt.