Fiat 500 hybrid: das kultauto kehrt nach turin zurück – und bleibt sich selbst treu

Die neue Fiat 500 Hybrid rollt wieder aus Mirafiori – 19 Jahre nach dem Debüt der Neuauflage. Kleiner Wermutstropfen: Der 1,0-Liter-Mild-Hybrid schrumpft auf 65 PS, reicht aber für den Stadt-Dschungel. Preis: 20.900 Euro im Sondermodell „Torino“.

Stadtflitzer mit heimatgefühl

Die Karosse ist fast unverändert, doch unter der Haube arbeitet ein überarbeiteter Dreizylinder. Er soll die Euro-6e-bis-Norm erfüllen, dafür opfert Fiat fünf Pferde. Die 92 Nm bleiben, das Sechsgang-Getriebe auch. Ein 12-Volt-BSG-System unterstützt beim Anfahren und Sparen – im Test 15,4 km/l, wer ganz sacht tritt, kommt auf 18,1 km/l. Für die 3,63 Meter kurze Flunder reicht das.

Im Innenraum setzt Fiat auf Retro-Charme: 10,25-Zoll-Touchscreen, Wireless CarPlay, Automatik-Klima. Die Türöffnung erfolgt per Taster – ein Notfall-Mechaniker sitzt tief unten. ADAS? Nur das Nötige. Wer Totwinkel-Alarm will, muss zur Top-Ausstattung „La Prima“ greifen.

Ein auto wie ein torino-souvenir

Ein auto wie ein torino-souvenir

Die „Torino“-Version zeigt stolz die Mole Antonelliana auf der Seitenwand, auf den Sitzen steht „Fabbrica italiana automobili Torino“ – eben F-I-A-T. 16-Zoll-Schmiederäder in Bronze runden den Look ab. Der Kofferraum schluckt 183 Liter, umgeklappt 440 – mehr als ein Stadtrucksack, weniger als ein Wocheneinkauf.

Auf der Landstraße bleibt die 500 Hybrid ruhig, dank des E-Auto-Fahrwerks. 0–100 km/h in 16,2 Sekunden, Spitze 155 km/h – keine Rakete, aber wer braucht das in der Via Roma? Die Konkurrenz schrumpft: Panda, i10, Picanto sind praktischer, die neue Aygo X spritsparender. Doch keine spielt das Retro-Klavier so souverän wie die 500.

Fazit: Die kleine Italo-Ikone altert nicht, sie reift. Wer in der Stadt wohnt und Stil vor Speed setzt, findet hier ein Stück lebendige Autogeschichte – frisch lackiert und wieder in Turin geboren.