Fia-präsident sulayem: mandatsbeschränkungen fallen – bis 2032?

Ein überraschender Schritt in der Welt des Motorsports: Mohammed Ben Sulayem, der Präsident der FIA, darf nun weit über seine ursprüngliche Amtszeit hinaus im Amt bleiben. Die internationale Motorsportföderation hat die Mandatsbeschränkungen aufgehoben, was ihm theoretisch bis 2032 die Möglichkeit eröffnet, das Ruder zu übernehmen – sofern er die Altersgrenze von 70 Jahren nicht erreicht.

Die entscheidung in macao: eine klare mehrheit

Bei den Sonder-Generalversammlungen in Macao stimmten die Delegierten mit überwältigender Mehrheit – über 90 Prozent – für die Abschaffung der bisherigen Regelung, die einen Präsidenten auf drei Amtszeiten von jeweils vier Jahren beschränkte. Diese Entscheidung reiht sich in eine umfassende Reform der FIA-Struktur ein, die auch die Vereinfachung von Ausschüssen und Kommissionen vorsieht. Die Terminologie wurde harmonisiert, und alle Ausschüsse berichten fortan direkt an den Weltmotorrats.

Ein Umbruch der Strukturen Der Beschluss betrifft nicht nur den Präsidenten, sondern auch Schlüsselpositionen wie den Vorsitzenden des Anti-Doping-Ausschusses und den Direktor des Kostenkontrollausschusses der Formel 1. Die FIA begründet die Reform mit dem Wunsch nach einer effizienteren und schlankeren Organisationsstruktur.

Carlos sainz’ rückzug: ein signal der zeit?

Carlos sainz’ rückzug: ein signal der zeit?

Die Nachricht von der Aufhebung der Mandatsbeschränkungen kommt kurz nach dem Rückzug von Carlos Sainz von seinen Ambitionen, 2025 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Der Williams-Pilot hatte die Anforderungen und Herausforderungen eines solchen Wahlkampfes geprüft und entschieden, dass ihm die notwendigen Ressourcen und Möglichkeiten fehlen würden, um erfolgreich zu sein. Seine Aussage – „Ich freue mich wie ein Sohn, obwohl ich es als Fahrer bedauere“ – verdeutlicht die Komplexität der Situation. Sainz schloss eine Kandidatur in der Zukunft jedoch nicht aus.

Die Absage des Spaniers und die nun erfolgte Entscheidung der FIA werfen die Frage auf, wie sich die Machtverhältnisse im internationalen Motorsport in den kommenden Jahren entwickeln werden. Dass Fabiana Ecclestone, die Ehefrau von Bernie Ecclestone, ohne Gegenkandidatinnen in den FIA-Rat eintritt, verstärkt diesen Eindruck. Ihre Position im Team Sulayems machte eine ernsthafte Konkurrenz nahezu unmöglich.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Reform tatsächlich zu einer effizienteren und transparenteren Führung des Motorsports führen wird oder ob sie den Weg für eine langfristige Amtszeit von Mohammed Ben Sulayem ebnet. Die Zeit wird es zeigen, ob die FIA mit diesem Schritt die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt hat.