Ferrero: sinner überrascht – zverev kann djokovic gefährden!

München – Nach der Trennung von Carlos Alcaraz hat Juan Carlos Ferrero, einst selbst gefürchteter Tennisspieler, nun eine neue Aufgabe als Mentalcoach für den jungen Golfprofi Angel Ayora. Doch das Tennis hat er noch lange nicht vergessen. In einem Interview mit Marca äußerte sich Ferrero überraschend über Jannik Sinner und die Konkurrenzsituation im Herrensektor.

Sinner-kondition: ein rätsel für den ex-coach

Ferrero zeigte sich von Sinners jüngster Niederlage gegen Novak Djokovic überrascht. „Ich war ein wenig besorgt über seine körperliche Verfassung, da er bereits zu Beginn des Turniers Probleme hatte“, so der Spanier. Obwohl er Djokovic’s Dominanz anerkannte – „Wenn Novak bei 100 Prozent ist, ist er immer schwer zu schlagen“ – hinterfragte Ferrero die Fitness des jungen Italieners. Die klare Überlegenheit, die Sinner in den letzten Matches gegen Djokovic gezeigt hatte, fehlte plötzlich.

Ferrero lobte Alcaraz, mit dem er eine erfolgreiche Zusammenarbeit hatte. „Ich bin sehr stolz darauf, dass Carlos das jüngste Mitglied der exklusiven Riege der Career Grand Slam-Gewinner ist. Ich denke, ich habe auch einen kleinen Beitrag dazu geleistet.“

Mehr als nur alcaraz und sinner

Mehr als nur alcaraz und sinner

Die Frage, ob Alcaraz und Sinner die Tenniswelt in den kommenden Jahren dominieren werden, beantwortete Ferrero differenziert. „Es gibt eine leichte Differenz, aber nicht so groß. Zverev ist immer in der Nähe, und ein gut aufgelegter Fritz kann durchaus mithalten. Djokovic darf man natürlich auch nicht vergessen.“ Er betonte, dass es eine Reihe von Spielern gibt, die Alcaraz und Sinner gefährden können, insbesondere wenn diese nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Ferrero ist überzeugt: „Carlos kann der Beste aller Zeiten werden. Er muss seine Motivation hochhalten und seine Disziplin bewahren, wenn er seine Ziele erreicht hat.“ Die Konkurrenz ist da, und sie schläft nicht. Ein Fritz in Topform, ein fokussierter Zverev oder eben ein unberechenbarer Djokovic – die Herausforderungen für Alcaraz und Sinner sind vielfältig.

Ferrero deutete zudem an, dass er nicht grundsätzlich gegen ein Comeback im Tennis gewillt ist: „Ich habe zwar keine besonders reizvollen Angebote erhalten, schließe aber ein erneutes Engagement nicht aus.“ Die Welt des Tennis hat Ferrero offensichtlich noch nicht ganz losgelassen.