Ferrari stellt titelverteidigung in imola vor – reifenstrategie wird entscheidend

Die Luft knistert in Imola. Nicht nur wegen des Rennwochenendes, sondern weil Ferrari hier, auf seiner Heimstrecke, den erneuten Angriff auf die Weltmeisterschaft im WEC beginnt. Nach dem dominanten Jahr 2023, in dem die Scuderia sowohl bei den Fahrern als auch bei den Konstrukteuren triumphierte, steht nun die Verteidigung der Titel an – und das mit dem Druck, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Ein monat später, aber mit derselben entschlossenheit

Der ursprünglich für Katar geplante Saisonstart musste kurzfristig nach Imola verlegt werden, was die Vorbereitungen zwar durcheinanderbrachte, aber die Stimmung bei Ferrari keineswegs getrübt hat. Im Gegenteil: „Es ist ein unheimlich positives Gefühl, vor unseren Fans in Imola in die Saison zu starten“, erklärt Alessandro Pier Guidi. Die Tribünen werden gefüllt sein, die Tifosi werden anfeuern – und Ferrari will sich das zu Nutzen machen.

Drei 499P-Fahrzeuge sind am Start, und alle drei zeigten im Prolog sowie am Freitag während der freien Trainings beeindruckende Leistungen. Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen wollen nach drei Jahren konstant in den Top 3 des Gesamtklassements nun den Titelgewinn perfekt machen. Philip Hanson, Yifei Ye und Robert Kubica im von AF Corse betriebenen Wagen mit der Startnummer 83 sind ebenfalls hungrig nach Erfolg und wollen mitmischen. Die Konkurrenz schläft aber auch nicht, und Ferrari muss sich auf einen harten Kampf einstellen.

Die qualifikation entscheidet – und das reifenmanagement

Die qualifikation entscheidet – und das reifenmanagement

Die Strecke in Imola ist berüchtigt für ihre schwierigen Überholmanöver. Fuoco betont daher die Wichtigkeit einer guten Qualifikation: „Wir haben gesehen, was passiert, wenn man am Samstag nicht optimal platziert ist. Das Aufholen ist extrem schwierig.“ Die Nutzung der Kerbs, also der Randsteine, kann hier entscheidende Zeitersparnisse bringen, aber auch riskant sein.

Doch das größte Augenmerk gilt dem Reifenmanagement. Die neuen Gummimischungen stellen eine Herausforderung dar, und Ferrari muss die richtige Strategie finden, um das Beste daraus zu machen. „Das Management des Verkehrs ist hier komplex“, ergänzt Pier Guidi, „und bei den Überholmanövern gilt es, Risiken zu minimieren. Eine gute Strategie, die die beiden verschiedenen Mischungen optimal nutzt, ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Die Ferrari-Teams sind jedoch gewohnt, mit Druck umzugehen. Sie haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, auch schwierige Situationen zu meistern. Die Saison 2026 beginnt in Imola. Ferrari ist bereit. Und die Welt schaut gespannt zu, ob die Roten ihre Dominanz fortsetzen können.