Ferrari in kanada: leclerc am boden, hamilton hofft auf regen!
Montreal – Ein Wochenende zum Vergessen für Ferrari in Kanada. Charles Leclerc klagt über ein „schreckliches“ Qualifying, in dem er sich in jeder Kurve das Gefühl hatte, gegen eine Mauer zu fahren. Sein Teamkollege Lewis Hamilton sieht ebenfalls wenig Hoffnung auf ein Wunder, räumt aber ein, dass Regen die Karten neu mischen könnte.
Leclercs horror-qualifying
Die Stimmung im Ferrari-Lager ist gedrückt. Charles Leclerc, der von Platz acht ins Rennen geht, sprach offen über seine Probleme: „Es war ein schreckliches Wochenende, vielleicht das schlechteste meiner Karriere. Ich hatte einfach kein Gefühl für das Auto.“ Die Reifen spielten ihm dabei einen Streich, da er sich in jeder Kurve das Risiko eines Ausrutschers vorstellte. Die Temperaturen waren einfach nicht optimal.
Die Hoffnung ruht nun auf dem Rennen selbst, das heute Abend um 22:00 Uhr MESZ stattfindet. „Ich hoffe, dass ich das Wochenende damit ein wenig retten kann, aber die bisherigen Eindrücke waren alles andere als gut“, so Leclerc. Er befürchtet sogar, dass Regen die Situation nicht unbedingt verbessern wird: „Normalerweise ist Regen eine Chance, aber bei all den Problemen, die wir hier hatten, könnte das schlechte Wetter alles noch komplizierter machen.“

Hamilton: mercedes ist uns auf den geraden überlegen
Auch Lewis Hamilton hatte ein schwieriges Wochenende. Obwohl er 2007 seinen ersten Formel-1-Sieg in Montreal feierte und seitdem weitere sechs Rennen hier gewinnen konnte, landete er nur auf Platz fünf. „Wir haben einfach nicht das Tempo auf den Geraden, um mit Mercedes mithalten zu können. Das ist klar“, erklärte der siebenfache Weltmeister. Seine Ferrari ist zwar in den Kurven sehr gut, aber auf den Geraden fehlt die Leistung, um aufzuholen.
Hamilton sieht jedoch eine Chance im Regen. Im Gegensatz zu Leclerc glaubt er, dass die Witterungsbedingungen ihm und seinem Team helfen könnten: „Ich weiß nicht genau, was uns erwartet, aber ich bin optimistisch. Wir werden hart arbeiten und versuchen, das Auto für den Fall eines Regens zu optimieren. Ich hoffe, dass der Regen das Feld etwas enger zusammenbringt und mir die Möglichkeit gibt, mit Mercedes zu kämpfen.“
Die Situation für Ferrari ist ernst. Das Team droht, im Klassement der Konstrukteure auf den dritten Platz hinter McLaren zurückzufallen, die aktuell nur elf Punkte hinter Ferrari liegen. Die letzte Regen-Victoria für Ferrari liegt bereits weit zurück – am 25. März 2012 in Malaysia, als Fernando Alonso den Sieg errang. Und die Serie ohne Siege dauert nun schon 32 Rennen an, seit Carlos Sainz im Oktober 2023 in Mexiko triumphierte.
Obwohl die Ausgangslage schwierig ist, scheint Hamilton die Hoffnung nicht aufzugeben. Während Leclerc im Boxenstuhl auf besseres hofft, wird dort fleißig an der Regenstrategie gearbeitet. Die Rennen in Europa könnten die Chance bieten, mit dem neuen Motor endlich wieder an die Spitze zu fahren – vorausgesetzt, das Team kann die Schwächen des Antriebs ausgleichen.
Die Fans dürfen gespannt sein, ob Ferrari in Montreal ein Comeback hinlegen kann. Ein Rennen im Regen könnte die entscheidende Zutat sein, um die Mercedes herauszufordern und die McLaren hinter sich zu lassen. Doch eines ist klar: Ferrari muss liefern, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.
