Fernández sucht in jerez den erhofften podestumsieg
Adrián Fernández nutzt die Zwangspause im MotoGP-Kalender aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten, um auf dem DR7-Kurs in Tarancón seine Form zu überprüfen. Der Leopard-Pilot, bekannt für seine Ambitionen in der Moto3-Klasse, spricht im Exklusivgespräch mit MARCA über seine bisherige Saison und blickt optimistisch nach Jerez.
Ein holpriger saisonstart und die hoffnung auf besserung
Fernández räumt ein, dass der Saisonauftakt schwieriger verlief als erhofft. Das Ziel war klar: konstant auf das Podium fahren. “Es cuesta un poco”, gibt er offen zu. Das Rennen in Brasilien deutete zwar auf ein gutes Potenzial hin, ein zweiter Platz schien in Reichweite, doch die rote Flagge vereitelte diesen Plan. Die Aufgabe, ein unterbrochenes Rennen zu bewältigen, erwies sich als knifflig. Doch der junge Spanier blickt entschlossen nach vorne.
Der Fokus liegt nun auf Jerez, einem Kurs, der dem Team liegt und der mit der Unterstützung der Fans eine besondere Atmosphäre verspricht. “Creo que en Jerez podremos dar ese pasito hacia delante”, äußert Fernández seine Zuversicht. Der ersehnte Podestumsieg soll endlich gelingen.

Die suche nach der letzten geschwindigkeit
Obwohl Fernández im Qualifying oft sehr schnell ist und im Rennen um das Podium kämpft, fehlt ihm noch die letzte Geschwindigkeit, um den Sprung aufs Podium zu schaffen. “Cada año de Moto3 es diferente”, erklärt er. Die Rennen sind distanzierter als in der Vergangenheit, und es mangelt ihm an etwas Power in den letzten Runden. Das Team arbeitet intensiv daran, dieses Defizit zu beheben. Der Kampf um die Spitze in der Moto3-Klasse ist eng und erfordert ständige Verbesserungen.
Die Rennen in Moto3 sind oft unvorhersehbar. In den letzten Runden treffen zahlreiche Fahrer aufeinander, jeder auf der Suche nach dem entscheidenden Vorteil. “Al fin y al cabo, estudias un poco al de delante”, beschreibt Fernández die Taktik. Es gilt, den Gegner zu analysieren, Schwachstellen zu erkennen und zu nutzen. Doch oft geschehen in diesen entscheidenden Momenten unvorhergesehene Dinge, und ein Fahrer kann in wenigen Kurven mehrere Positionen verlieren.

Erwartungen und ziele für die saison
Fernández betont, dass er sich weiterhin voll ins Zeitalter stürzen wird. Auch wenn die ersten Rennen schwierig waren, glaubt er an das Potenzial des Teams und die Möglichkeiten, die in der Saison noch liegen. “Hay que seguir luchando”, appelliert er. Die schlechteren Strecken sollen bestmöglich gemeistert und mit Geduld die besseren Rennen abgewartet werden. Er ist überzeugt, dass er in Valencia eine weitere Chance auf den Sieg haben wird.
Die Frage, ob Honda mit KTM mithalten kann, beantwortet Fernández gelassen. Während es auf einigen Strecken etwas schwieriger sei, hat sein Teamkollege bereits mit derselben Maschine einen Sieg errungen. Er ist zuversichtlich, dass er mit Honda um den Titel kämpfen kann.
Obwohl er die strengen Entscheidungen der Streckenkommissare kritisiert, bleibt Fernández fokussiert und bereit, sich voll und ganz dem Rennen in Jerez zu widmen. Er blickt mit großer Begeisterung auf das Publikum und verspricht, alles zu geben. Denn im Moto3-Sport kann sich in Windeseile alles ändern. Das zeigt das Rennen in Amerika, wo Pini sich durchsetzte und Carpe und Perrone hinter sich ließ.
