Feliciano lópez wirft badosa rettungsanker zu: „madrid muss ihr neuer anfang werden“
„Es zerreißt mir das Herz, eine Spielerin wie Paula Badosa so verzweifelt zu sehen.“ Mit diesen Worten schaltet sich Feliciano López, Turnierdirektor des Mutua Madrid Open, in die Krise der einstigen Weltranglisten-Zweiten ein. Sein Appell: Madrid soll Badosas Sprungbrett zurück in die Spitze werden – genau wie 2021, als sie hier erstmals die Königsklasse erreichte.
Warum madrid für badosa mehr ist als ein turnier
López erinnert sich genau an den April vor drei Jahren, als Badosa im Caja Mágica das Selbstvertrauen fand, das sie bis auf Platz zwei trug. „Diese Woche war ihr DNA-Test: Sie bewies sich selbst, dass sie mit den Besten mithalten kann“, sagt er im Radioprogramm El Partidazo de COPE. Die Botschaft ist klar: Komm zurück auf dieses Geläuf, wo du einst die Zukunft neu schriebst.
Die Zahlen sprechen für sich. Seit ihrem Vorstoß ins Viertelfinale 2021 gewann Badosa 72 % ihrer Matches auf Sand, aber nur 48 % auf Hartplatz. Madrid ist ihr Territorium – und genau das will López ihr ins Gedächtnis rufen. „Spanien braucht Paula gesund und hungrig“, betont er. „Nicht nur wegen des Rankings, sondern wegen der Geschichte, die sie erzählen kann.“

Alcaraz-beben? lópez bleibt gelassen
Den Hype um Carlos Alcaraz und seine Flucht nach der Miami-Niederlage winkt López ab. „Der Junge sagt, er will nach Hause? Perfekt. Das ist das ehrlichste Interview des Jahres“, lacht der 44-Jährige. „Wer nach einem Frühjahrsdreher sofort wieder lacht, hat das Problem, nicht der Spieler.“
Seine Diagnose: Alcaraz brauche keine Panik, sondern Distanz. „Ich kenne das Gefühl, wenn der Körper noch springt, der Kopf aber schon im Flugmodus ist. Ein Wochenende mit Familie und paella, und die Schlagfläche funktioniert wieder.“ Die ATP-Welt schaut nach Madrid, wo der Titelverteidiger seine Saison neu startet – ohne externe Erwartungen, nur mit internem Feuer.
López’ Fazit fällt knapp aus: „Wenn Paula hier aufschlägt, höre ich das Klick. Wenn Carlos lacht, sehe ich das Klick. Madrid ist kein Turnier, es ist ein Reset-Knopf.“
